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I n t e r es sen bünde l n

Eigen

Petra Schreiber

redaktion@hamburger-wirtschaft.de

Telefon 36138-305

Veranstaltung

Vom 20. bis 24. März organisiert die Han-

delskammer eine Delegationsreise nach

Dubai. Das Programm umfasst die Teilnah-

me am 5. Dubai Hamburg Business Forum.

Bei Interesse wenden Sie sich an Nina Höf-

ner

(nina.hoefner@hk24.de,

Tel. 36138-

573). Weiteres unter

www.hk24.de/dhbf

B

ei einer Delegationsreise unter Beteiligung

der Handelskammer anlässlich der Gesund­

heitsmesse Arab Health in Dubai wurde Dr.

Florian Brill das große Potenzial bewusst, dass

der dortige Markt birgt. Seine Dr. Brill + Partner

GmbH bietet Schulungen, Beratungen und

Labordienstleistungen im Bereich der ange­

wandten Hygiene, Mikrobiologie und Virologie

an. Zu seinen Kunden gehören die Hersteller

von Desinfektionsmitteln, Medizinprodukten,

Antiseptika, Kosmetika und pharmazeutischen

Produkten sowie Gesundheitseinrichtungen.

„Für uns sind besonders drei Faktoren in der

Region von Bedeutung: das starke Bevölke­

rungswachstum, die vielen ausländischen Ar­

beitnehmer und die hohen Investitionen im

Gesundheitswesen, mit denen Qualität und

Quantität verbessert werden sollen“, sagt Brill,

der vor zwei Jahren eine Tochtergesellschaft

in dem Emirat gegründet hat. Aktuell würden

im gesamten Nahen Osten viele neue Kranken­

häuser und andere Gesundheitseinrichtungen

gebaut. Zudem sei der Anspruch an Infektions­

prävention und -kontrolle hoch.

„Die Vereinigten Arabischen Emirate hof­

fen darauf, im Bereich des Medizintourismus

künftig eine große Rolle zu spielen. Und die

Einwohner sollen nicht mehr für notwendige

Operationen ins Ausland reisen müssen“, sagt

der 38-Jährige. Hinzu komme der Einsatz von

Qualitätszertifikaten fürs Marketing. „Generell

wird das Thema Gesundheit stärker als bei uns

kommerziell betrachtet und weniger aus dem

Blickwinkel des Gemeinwohls“, betont er.

Doch ohne Hilfe hätte er den Schritt nach

Dubai wohl nicht gewagt. „Kleine Firmen wie

wir sind auf Unterstützung angewiesen. Al-

lein hätten wir nie die Entscheidung für eine

Tochtergesellschaft in Dubai getroffen“, sagt

Brill. Im Vorfeld haben ihm das Hamburg Re­

presentative Office Dubai, an dem auch die

Handelskammer beteiligt ist, das Servicecenter

Gesundheitswirtschaft Dubai sowie die Dubai

Chamber of Commerce & Industry Kontakte

vermittelt. „Wenn man im Nahen Osten Fuß

fassen möchte, sind gute, hochrangige Kon­

takte entscheidend“, so der Unternehmer.

Doch auch wenn die Kontakte hergestellt

sind, gibt es noch zahlreiche Hürden zu über­

winden. So habe die persönliche Beziehung

immer Vorrang vor der geschäftlichen. Und es

seien viele Treffen und viel Geduld nötig, um

solch eine persönliche Beziehung aufzubauen,

die in einen Geschäftsabschluss mündet.

Zwei Jahre hat es gedauert, bis Florian Brill

einen Vertriebspartner vor Ort gefunden hat.

„Wenn alles klappt, werden wir schon bald

zehn Krankenhäuser betreuen und dort das

Personal beraten und schulen. Das von uns

entwickelte Zertifizierungsprogramm ICAP

können wir ebenfalls anwenden“, sagt er. Da­

nach soll das Wachstum weitergehen: Brill

denkt schon über weitere Partnerländer in der

Region nach.

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