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HAMBURGER WIRTSCHAFT 05 / 17
TITEL
FOTOS: ANNEGRET HULTSCH, ULRICH PERREY
nehmen geraten. Ich konnte hier sehr
schnell sehr eigenständig arbeiten.“
Jette Falck ist Ausbildungsleiterin bei
baumarkt direkt. Sie greift regelmäßig auf
INTAS zurück und schätzt die schnelle
Vermittlung, die sich besonders für Un-
ternehmen lohne, die kurzfristig einstel-
len möchten. Eine Anzeige zu schalten –
das sei dagegen viel aufwendiger. Aber
durch den Handelskammer-Service spare
sie Geld und Zeit: „Es wird uns einfach
sehr viel Arbeit abgenommen.“ Falck mag
die Kurzprofile der Bewerber, denn diese
spiegeln die Fähigkeiten der Jugendlichen
wider. Die Noten spielen darin keine Rol-
le. „Der Blick wird klarer“, betont sie. „Du
konzentrierst dich als Personalverantwort-
liche auf das Wesentliche.“
Gut 30-mal im Jahr haben angehende
Azubis die Gelegenheit, einen INTAS-Test
abzulegen. Und statt auf vielen Seiten Pa-
pier lösen die Jugendlichen die Aufgaben
bald mit dem iPad. „Man muss mit der
Zeit gehen“, sagt Stephanie Anders. Zu-
dem sei es so um einiges umweltfreund-
licher. „Und wir können dann wahrschein-
lich mehr Tests anbieten, weil sich das
Verfahren dadurch beschleunigt“, ergänzt
ihr Kollege Jens Steinbeck.
Doch INTAS ist nur ein Angebot der
Handelskammer, das Unternehmen mit
potenziellen Auszubildenden zusammen-
bringt. Bei der Hanseatischen Lehrstel-
lenbörse informieren sich am 19. und 20.
September wieder rund 10000 Schüler
über die verschiedensten Ausbildungsbe-
rufe. Dort prüfen Personalprofis auch Be-
werbungsmappen, Messelotsen begleiten
Katja Kasten
redaktion@hamburger-wirtschaft.deTelefon 36138-396
Internet
Weitere Informationen zu den
hier vorgestellten Angeboten
der Handelskammer finden Sie
unter
www.hk24.de/intas,
www.hk24.de/ speeddating , www.hk24.de/lehrstellenboerse,
www.hk24.de/eqsowie
www.hamburger- lehrstellenboerse.de. Allgemeine Informationen
rund um das Thema duale Ausbildung sind abruf-
bar unter
www.hk24.de/ausbildungWIR
BILDEN
MENSCHEN
zu passenden Firmen und Workshops be-
reiten die Schüler auf die Bewerbung vor.
Bereits am 7. Juni findet das Azubi-
Speeddating statt, bei dem rund 500 Be-
werber und Vertreter von 50 Firmen auf-
einandertreffen. Seit 2014 gibt es diese
Veranstaltung. Der Ablauf ist schnell er-
klärt: Zehn Minuten haben Schüler und
Studienaussteiger Zeit, um die Personaler
von sich zu überzeugen und vielleicht
auch kleine Schwächen im Lebenslauf mit
ihrer Persönlichkeit auszugleichen. Nach
Ertönen einer Glocke stellen sich die Be-
werber dem nächsten Unternehmen vor.
Im besten Fall läuft es auf ein Vorstel-
lungsgespräch hinaus.
„Mit dieser Veranstaltung geben wir
Betrieben und Bewerbern, die bisher nicht
fündig geworden sind, eine Chance, noch
einen Ausbildungsplatz für dieses Jahr zu
besetzen beziehungsweise zu finden. Es
ist im Grunde eine ‚Last Minute-Gelegen-
heit‘“, sagt Sarah Persicke, die bei der
Beim Azubi-Speeddating am 7. Juni
haben Jugendliche zehn Minuten Zeit,
um Personaler von sich zu überzeugen
Handelskammer in der Aus- und Weiter-
bildungsberatung tätig ist.
Brücken zwischen Jugendlichen und
möglichen Ausbildungsbetrieben bauen –
das ist auch das Ziel der Einstiegsqualifi-
zierung (EQ). Dieses Angebot richtet sich
an schwer vermittelbare Jugendliche, die
somit eine Chance bekommen, ihre Fä-
higkeiten unter Beweis zu stellen und in
eine reguläre Ausbildung einzusteigen.
Sechs bis zwölf Monate dauert ein
Praktikum im Rahmen der EQ. Diese Zeit-
spanne ermöglicht es beiden Seiten, sich
kennenzulernen. Die Agentur für Arbeit er-
stattet die Vergütung von bis zu 231 Euro
monatlich zuzüglich des Gesamtsozialver-
sicherungsbeitrags. Das Praktikum kann
auf die sich vielleicht anschließende Aus-
bildungszeit angerechnet werden, da sich
die Aufgaben an denen des ersten Ausbil-
dungsjahres orientieren. „Die EQ ist ein
Türöffner“, sagt Fin Mohaupt. „85 Prozent
der Jugendlichen, die diese Maßnahme
ergreifen und bis zum Schluss am Ball
bleiben, gehen danach in eine Ausbildung
über. Das ist ein Erfolg.“
Die Inmed-Geschäftsführer Carsten Birkner (2.v. li) und Jörg Zirklewski
(3.v.re) mit ihren ehemaligen
Azubis Iman Ahmadi (li.), Torsten Weide
(3.v.li), Katerina Panayiotou
(4.v.li) und Vincent Bettzig
(2.v.re)
sowie den aktuellen Auszubildenden Kristina Weinert
(4.v.re) und Janek Ohlms (re.)




