HAMBURGER WIRTSCHAFT 05 / 17
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landweit noch 43500 Lehrstellen unbe-
setzt – 4,5 Prozent mehr als im Jahr davor.
Für Hamburg verzeichnete die Handels-
kammer zum Beginn des Ausbildungsjah-
res 2016 /2017 noch 112 unbesetzte Stel-
len in der Online-Lehrstellenbörse. „Auf
Seiten der Betriebe verschärft sich damit
der Wettbewerb um die zukünftigen Fach-
kräfte weiter“, betont Mohaupt. „In dieser
Situation ist INTAS gerade für kleinere
Unternehmen eine Möglichkeit, getestete
und geeignete Bewerber zu finden.“
Jörg Zirklewski, Geschäftsführer der
Inmed GmbH, nutzt INTAS seit der Grün-
dung seiner Firma im Jahr 2008. Das Un-
ternehmen beschäftigt sich mit Software-
entwicklung und hat 13 Mitarbeiter. Elf
Azubis konnte Zirklewski in den letzten
neun Jahren über INTAS rekrutieren. Für
das neue Ausbildungsjahr, das im August
beginnt, wurde auf diesem Weg ebenfalls
wieder ein Vertrag abgeschlossen.
Inmed bildet Fachinformatiker für
Anwendungsentwicklung aus. „Die Han-
delskammer hat uns von Anfang an bera-
ten“, sagt Zirklewski. „Sie hat uns dabei
begleitet, ein Ausbildungsbetrieb zu wer-
den.“ INTAS überzeuge ihn, denn indem
die Handelskammer quasi die Vorauswahl
der Kandidaten übernähme, gewinne er
als Unternehmer Zeit.
„Dort arbeiten Profis. Und zu uns
kommen dann junge Menschen, die über
fachliche Fähigkeiten verfügen, konzen-
triert arbeiten können und ein gutes Auf-
treten haben“, sagt er. Eine Woche lässt er
Nach der Ausbildung bei Inmed, dem
Unternehmen von Jörg Zirklewski (li.),
wurde Torsten Weide übernommen
men diese Dienstleistung genutzt; 4763
junge Erwachsene haben am Test teilge-
nommen und 530 von ihnen fanden auf
diese Weise eine Lehrstelle. Für Jugend-
liche hat INTAS einen großen Vorteil: Sie
bekommen die Chance, mit nur einer Be-
werbung in Kontakt zu mehreren Firmen
zu treten. Die Vermittlung ist für sie zu-
dem kostenfrei. Unternehmen zahlen eine
Basispauschale von 250 Euro pro Suchzy-
klus, der bis zu ein Jahr dauern kann. Für
Betriebe, die INTAS erstmals nutzen, re-
duziert sich die Basispauschale im ersten
Jahr – quasi als Kennenlernangebot – auf
150 Euro. Hinzu kommen 150 Euro als Er-
folgsprämie pro Ausbildungsvertrag.
Fin Mohaupt leitet die Abteilung Aus-
und Weiterbildung bei der Handelskam-
mer. Er sagt: „Für das Jahr 2017 haben
wir aktuell 1713 freie Ausbildungsplätze
in unserer Online-Lehrstellenbörse. Dabei
sind noch fast alle Berufsbilder vertreten,
sodass die Schulabgänger von heute in ei-
ner komfortablen Situation sind.“ Damit
spielt er auf eine Entwicklung an, die vor
einigen Jahren eingesetzt hat. Denn der
Ausbildungsmarkt hat sich gedreht. Auf-
grund des demografischen Wandels und
der Akademisierung gibt es heute mehr
Ausbildungsplätze als Bewerber.
Laut dem Berufsbildungsbericht, den
die Bundesregierung Anfang April vorge-
stellt hat, kamen im letzten Jahr auf 100
Schulabgänger, die einen Ausbildungsplatz
suchten, 104,2 freie Stellen. Zum Ausbil-
dungsstart im September waren deutsch-
... und laden Jugendliche,
die bestanden haben,
zu einem Gespräch ein.
Stephanie Anders und Jens
Steinbeck werten die Bewer-
bungen und INTAS-Tests aus ...




