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HALLEN- UND GEWERBEBAU ZUM
FEST-
PREIS
Jährige. Ob es dabei bleibt, wird sich in
den nächsten drei bis vier Jahren zeigen.
Seit 2014 wird entlang der Straße vie-
les saniert oder neu gebaut. Breitere, hell
gepflasterte Gehwege sowie Sitzmöglich-
keiten unter den alten Linden sollen die
Aufenthaltsqualität erhöhen. Beim Bahn-
hof wurde zudem das ehemalige Hertie-
Gebäude abgerissen. Dort entstehen neue
Einzelhandels- und Gastronomieflächen.
Auf dem Nachbargrundstück hat seit Jah-
resbeginn die Unfallversicherung VBG ih-
ren Hauptsitz. Zwischen beiden Bauten
entsteht eine Fußgängerpassage und ein
Parkhaus im Untergrund soll den Park-
platzverlust durch die breiteren Gehwege
in der Fuhle kompensieren.
„Es gibt Grund, optimistisch zu sein,
weil sich hier so viel bewegt“, sagt Hoff-
mann, der sich als Vorstand der Interes-
sengemeinschaft Fuhlsbüttler Straße e. V.
besonders für die Entwicklung des Stand-
orts einsetzt. Allerdings findet er, dass es
allein durch breitere Gehwege und neue
Gewerbeimmobilien nicht getan ist. „Wir
brauchen hier noch mehr inhabergeführte
Einzelhandelsgeschäfte mit tollen Ideen
und ganz profane Dinge wie Bekleidungs-
geschäfte oder große Filialisten“, betont
er. „Einen besseren Branchenmix halt.“
Denn wer die Straße Richtung Fuhls-
büttel entlangschlendert, sieht vieles – auf
den ersten Blick aber keine Vielfalt.
Dem Strom der Fahrgäste Richtung
Ausgang folgend, erheben sich südlich
des Bahnhofs der rote Bau des Outdoor-
händlers Globetrotter und das Museum
der Arbeit. Auf der Nordseite beginnt die
Fuhlsbüttler Straße, die nicht nur Barm-
beker liebevoll „Fuhle“ nennen. Rund 4,7
Kilometer ist sie lang. Mehrfach geht es
bergauf und bergab – bis das Haus mit der
Nummer 792 erreicht ist. Das macht die
Fuhle zur Straße mit der höchsten Haus-
nummer in Hamburg.
Nur wenige Gehminuten vom Bahn-
hof entfernt, in der 1982 eröffneten Buch-
handlung Hoffmann, nimmt Ulrich Hoff-
mann gerade die Bestellung einer Kundin
auf. „Meine Eltern haben diesen Standort
für mich ausgesucht“, verrät der gebürtige
Barmbeker, der sich bereits im Alter von
25 Jahren als Buchhändler selbstständig
machte. „Anfangs noch weiter unten in
der Fuhle, wurden die Hausnummern im-
mer höher“, sagt er.
Leseratten finden in der Fuhlsbüttler
Straße 106 ein breites Sortiment an Bel-
letristik, Krimis, Fantasy, Sachbüchern,
sowie Reise-, Kinder- und Jugendliteratur.
Und nicht nur das: „Ab und zu schütten
meine Kunden auch mal ihr Herz bei mir
aus“, erzählt Hoffmann. Solch ein Service
verbindet. Etwa 80 Prozent der Kunden
kommen regelmäßig. „Wir sind aber auch
der einzige Buchladen vor Ort“, so der 59-
Von Super Mario bis zum Krümelmonster – solch süße Kunstwerke gibt es bei Detlev Zeitsmann,
dem Inhaber von „Was das Herz begehrt“ in der Fuhlsbüttler Straße 157
FOTOS: ULRICH PERREY; ILLUSTRATION: ANJA STIEHLER /JUTTA FRICKE ILLUSTRATORS




