HAMBURGER WIRTSCHAFT 04 / 16
MACHER
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sollte mehr sein als nur eine reine Trans-
aktion“, betont Held. Dementsprechend
findet man auf seinem Portal auch kei-
nen elektronischen Warenkorb, sondern
lediglich ein virtuelles Schaufenster mit
Produktinformationen. Ob Delikatessen,
Möbel, Teppiche oder Bilder – gekauft
wird dann beim Händler vor Ort.
Mit diesem Konzept wollen die Pro-
ductmate-Gründer das Einkaufen wieder
zu einem sinnlichen Erlebnis machen so-
wie der wachsenden Zahl sehr ähnlicher
Internetangebote etwas entgegensetzen.
„Selbst Onlineplayer kommen zusehends
auf den stationären Markt, weil sie ihre
In aller Ruhe durch die Fußgängerzone
schlendern und sich von den Auslagen in
den Schaufenstern inspirieren lassen –
das klingt in Zeiten des Internets und
Same-Day-Delivery-Versprechens wie eine
Szene aus längst vergangenen Tagen. Die
Gründer von Productmate sehen das aber
etwas anders: Benedict Sebesta, Moritz
Held und Matthias Rickertsen führen auf
ihrem Portal
( www.productmate.de )die
Offline- und Onlinewelt zusammen.
Bei Productmate können sich Nutzer
Einzelstücke und hochwertige Waren an-
schauen, die der Fachhändler im kleinen
Laden um die Ecke anbietet. „Einkaufen
Unterstützen den
stationären Han-
del (v. li.): Moritz
Held, Matthias
Rickertsen und
Benedict Sebesta
Online schauen, lokal kaufen: Die Macher von Productmate ermöglichen einen digitalen Schaufensterbummel
FOTOS: ULRICH PERREY
Wie in alten Zeiten – fast
Menschen, die Hamburg bewegen
MACHER
Marke so besser transportieren können“,
sagt Moritz Held, auf dessen Portal in
zwischen mehr als 300 Händler ihre Pro-
dukte präsentieren.
200 von ihnen kommen aus Ham-
burg. Unter anderem die Lakritzerie, Pet
Shop Boyz, LokalDesign und Lütt & Fien
nutzen Productmate, um im Netz sicht-
barer zu sein. „Wir planen, jetzt auch mit
Hotels und dem Flughafen zu kooperie-
ren“, erzählt Benedict Sebesta. „Wenn ein
Hotelgast den Concierge nach einem Ge-
schenk für seinen Partner fragt, kann der
demnächst mit einem iPad und unserer
Seite behilflich sein.“




