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Ex t r a - Jou r na l :
Wi r t scha f t d i g i t a l
Ann-Katrin Raudszus / Bettina Hermes
annkatrin.raudszus@hk24.deTelefon 36138-563
studio“, so Axel Dittmann. „Nur irgendwo an-
gemeldet zu sein, das reicht nicht. Die Akti-
vität ist ganz entscheidend, wenn man Erfolg
haben möchte.“ Für große Unternehmen mit
eigener Social-Media-Abteilung oder zumin-
dest einem Social-Media-Manager mag das
kein Problem sein. Doch wie geht man als klei-
ner Zehn-Mann-Betrieb vor?
Zunächst sollte ein Unternehmer für sich
die Frage beantworten, was er über soziale
Medien erreichen möchte. Und dann beginnt
die Suche nach dem passenden Kanal. Denn
Social Media, das sind längst nicht mehr nur
Facebook, Twitter und YouTube. Die Menge an
Netzwerken ist kaum noch überschaubar. Für
nahezu jedes Thema gibt es online einen Ort,
an dem man sich austauschen kann. Eine ge-
naue Recherche ist daher der erste Schritt, um
die Wunschzielgruppe auch zu erreichen. „Ein
regelmäßiger Blick auf Fachblogs wie www.
allfacebook.deoder
www.futurebiz.deoder in
Fachzeitschriften wie ‚t3n‘ kann helfen, im
Bereich Social Media auf dem Laufenden zu
bleiben“, so Dittmann, der zudem rät, sich die
Kanäle erfolgreicher YouTuber anzuschauen.
Sind das Wer und Wo schließlich geklärt,
ist eine strategische Planung gefragt. Denn
laut einer Studie der Unternehmensberatung
McKinsey sind Firmen mit ihren Aktivitäten
besonders erfolgreich, die Social Media als
unternehmensweites Instrument nutzen, das
eine umfassende Strategie und Organisation
voraussetzt. Dem BVDW zufolge haben aber
33 Prozent der Firmen mit bis zu 49 Mitarbei-
tern sowie 13 Prozent der Unternehmen mit
bis zu 249 Mitarbeitern keine Strategie für die
Nutzung sozialer Medien entwickelt.
Einen allgemeinen Rahmen bietet hierbei
der Social-Media-Kreislauf, der aus den Punk-
ten Zuhören, Planen, Umsetzen, Organisieren
und Messen besteht. Weiterhin ist es wichtig,
einen Social-Media-Verantwortlichen zu be-
stimmen, bei dem die Fäden zusammenlaufen.
Für die Umsetzung gilt: Inhalte pflegen und
auf Kundenaktionen reagieren, denn die Inter-
aktion darf nicht zu kurz kommen. Bei der Or-
ganisation und Planung von Inhalten hilft ein
Redaktionsplan. In den Netzwerken können
über Firmenaccounts oftmals auch Statistiken
abgerufen werden, sodass die erfolgreichsten
Posts leicht ausfindig zu machen sind.
Die viel gefürchteten negativen Kommen-
tare oder dem sogenannten Shitstorm, also
dem massenhaften Auftreten kritischer Bei-
träge, sollte eine besondere Aufmerksamkeit
zuteilwerden. Eine professionelle Auseinan-
dersetzung damit kann im Nachhinein für ein
besseres Image sorgen und somit einer stabi-
leren Kundenbindung dienen.
All das zu beachten, kann gerade für klei-
nere Unternehmen eine große Herausforde-
rung sein. Doch in Hamburg gibt es zahlreiche
Veranstaltungen, um sich weiterzubilden. Eine
der größten und bekanntesten ist die Social
Media Week. Sie führt in diesem Jahr bereits
zum fünften Mal Experten und Einsteiger zum
Austausch zusammen.
Veranstaltung
Die Social MediaWeek Hamburg findet vom
22. bis 26. Februar statt. Zum Auftakt gibt
es am 22. Februar ab 12 Uhr eine Veran-
staltung im Handelskammer Innovations-
Campus. Weiteres zum Programm und den
Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter
www.socialmedia-week.org/hamburg Steuerberaterin.Unternehmerin. Virenkillerin. Sorgen Sie für zuverlässigen Virenschutz auf allen Unternehmensrechnern. Machen Sie IT-Sicherheit zur Chefsache. Mehr Informationen unter: www.it-sicherheit-in-der-wirtschaft.de




