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PARKING

DIGITALE WIRTSCHAFT

um die Parkplätze und das Parken digital

und intelligent zu machen. Künftig soll in

Echtzeit erfasst werden, welche Plätze frei

sind. Autofahrer können diese Informa-

tionen dann über eine App abrufen. Ge-

nutzt werden dazu Daten von Parkhaus-

betreibern und aus Parkscheinautomaten

sowie in Zukunft auch Mobilfunkdaten.

Ab Ende des Jahres wird T-Systems

im Hamburger Osten Parkplätze am Stra-

ßenrand mit Sensoren ausstatten. Diese

etwa bierdeckelgroßen Sensoren melden

dann über ein Schmalband-Mobilfunk-

netz, ob der Parkplatz frei ist. Dank des

besonders energiesparenden Funkstan-

dards sind die Sensoren vom Stromnetz

unabhängig und können acht bis zehn

Jahre lang mit einer Batterie betrieben

Die Digitalisierung hält auch im Bereich Mobilität Einzug. Die digitale Parkplatzsuche

ist aber nur ein Sektor, in dem Hamburg auf intelligente Transportsysteme setzt.

Parkplatzsuche per App

Ü

ber die Probleme, einen Parkplatz

zu finden, sang Herbert Gröne-

meyer bereits vor mehr als 30 Jah-

ren folgendes: „Ich drehe schon seit Stun-

den hier so meine Runden.“ Daran hat sich

bis heute nichts geändert. Denn bis zu 40

Prozent des innerstädtischen Verkehrs

entfällt auf die Parkplatzsuche. Dabei geht

nicht nur viel Zeit verloren, es entstehen

zudem unnötige Emissionen. Und weil der

Fahrzeugbestand in Hamburg um etwa

8500 Kfz pro Jahr wächst, steigt der Park-

druck weiter. Dennoch könnte die Park-

platzsuche ab dem kommenden Jahr we-

niger stressig sein, da die Digitalisierung

auch im Verkehrsbereich Einzug hält.

Im Dezember 2016 hat die Stadt mit

T-Systems ein Modellprojekt vereinbart,

werden. Insgesamt sollen in den nächs-

ten drei Jahren bis zu 11000 Parkplätze

am Straßenrand und in Parkhäusern Teil

dieses „Internet of Things“ werden.

Die von der Telekom entwickelte App

„Park and Joy“ soll mit diesen Daten ab

2018 anzeigen, wie hoch die Wahrschein-

lichkeit ist, überhaupt einen Parkplatz zu

finden, und den Autofahrer zum nächs-

ten freien Platz führen. In Parkhäusern

wird es zudem möglich sein, einen Park-

platz im Voraus zu buchen. Und bereits

diesen Sommer soll die Parkgebühr per

App bezahlt werden können.

Hamburg will mit dem intelligenten

Parken des Weiteren die multimodale

Verkehrsmittelnutzung fördern. Dank der

Echtzeitdaten können Autofahrer früh-

ILLUSTRATION: GUTENTAG-HAMBURG.DE

HAMBURGER WIRTSCHAFT 05 / 17

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