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MOBILITÄT

B

litzschnell – so schlängeln sie sich

durch den dichten Stadtverkehr. So

manchen Autofahrer lassen sie da­

bei neidisch dreinblicken: die Fahrrad­

kuriere. Sie bringen längst nicht mehr nur

Dokumente schnell von A nach B. Auf­

grund der zunehmenden Digitalisierung

von Geschäftsprozessen transportieren

sie vermehrt Waren statt Briefe.

Laut dem Allgemeinen Deutschen

Fahrrad-Club könnten theoretisch etwa

50 Prozent aller Waren in europäischen

Städten mit Lastenrädern transportiert

werden. Bis zu 300 Kilogramm können

Kuriere mit diesen Rädern befördern. Bei

einigen Lastenrädern befinden sich die

Güter in Kisten an der Vorderseite, bei

Sauberer Transport

anderen auf Ladeflächen zwischen Len­

ker und Vorderrad oder aber auf großen,

stabilen Gepäckträgern hinten.

Die Räder – Kostenpunkt: etwa 6000

Euro – verfügen in der Regel über einen

zuschaltbaren Elektroantrieb. Die Reich­

weite der Akkus beträgt um die 100 Kilo­

meter, hängt allerdings immer auch vom

Verhalten des Fahrers ab. Wechselbare

Akkus erhöhen die Flexibilität.

Aber: Ein Lastenrad ist eben doch

kein gewöhnliches Fahrrad. Wegen der

Abmessungen können die Lastenradfah­

rer oftmals eben nicht die ausgewiesenen

Fahrradwege nutzen. „Auch die Fußgän­

gerzonen sind eigentlich tabu“, erzählt

Hendrik Schönefeld, Geschäftsführer des

ILLUSTRATION: ANJA STIEHLER /JUTTA FRICKE ILLUSTRATORS

Nicht alle Waren müssen innerstädtisch mit Transportern von A nach B gebracht

werden. In vielen Fällen reichen Kuriere mit Lastenrädern vollkommen aus.

HAMBURGER WIRTSCHAFT 04 / 16 

IM FOKUS

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inline Kurierdiensts. „Für uns ist es wich­

tig, das Lieferziel auch mit Lastenrädern

direkt anfahren zu können. Es wäre hilf­

reich, wenn sich der rechtliche Rahmen

hierfür ändern würde.“

Schönefelds Unternehmen gehört ge­

meinsam mit der 291919 Kurier AG und

der City Express Logistik GmbH zu den

ersten Trägern des „UmweltKurier-Siegels“

für Fahrradkuriere. Durch ihre Dienstleis­

tung entlasten Fahrradkuriere den inner­

städtischen Verkehr und schonen damit

die Umwelt. Das wird seit Januar im Rah­

men der Luftgütepartnerschaft mit einem

Siegel belohnt.

Die Luftgütepartnerschaft ist eine

seit 2012 bestehende Initiative von Han-