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HAMBURGER WIRTSCHAFT 04 / 16 

MÄRKTE

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Zurück im internationalen Handel?

Die Sanktionen gegen den Iran wurden vor knapp drei Monaten weitgehend aufgehoben.

Davon können auf lange Sicht auch Hamburger Unternehmen profitieren.

N

achdem der Iran erste Schritte zum

Rückbau seines Atomprogramms

umgesetzt hat, haben EU und USA

im Januar einen Großteil der im Zuge des

Atomstreits verhängten Sanktionen aufge-

hoben. Unter anderem haben sie über 300

natürliche und juristische Personen von

Sanktionslisten gestrichen. Verbote für den

Export von Schlüsselausrüstung für die Öl-,

Gas- und petrochemische Industrie sowie

von Material für die Schifffahrt und den

Schiffbau bestehen ebenfalls nicht mehr.

Auch Genehmigungs- und Meldepflichten

für Zahlungen wurden ausgesetzt.

Hamburg, Deutschland und die Welt

MÄRKTE

Sobald das Land seine Altschulden bei

der Bundesregierung beglichen hat, kön-

nen Geschäfte über zuverlässige Zahlungs-

wege auch wieder mit Hermesdeckungen

abgesichert werden, heißt es in der Januar-

Ausgabe des „AGA-Report“. Diesen News­

letter geben die vom Bund mit demMana­

gement der Exportkreditgarantien beauf-

tragten Mandatare – Euler Hermes und

PricewaterhouseCoopers – heraus.

Durch die Öffnung des iranischen

Marktes bieten sichmittelfristig auch Ham-

burgs Exporteuren interessante Geschäfts-

möglichkeiten – vor allem, weil deutsche

und speziell Hamburger Firmen und ihre

Produkte einen hervorragenden Ruf in dem

Land haben. In der Vergangenheit waren

die Beziehungen zwischen Deutschland

und dem Iran sehr gut. So war der Staat in

Vorderasien in den 1970er-Jahren nach den

USA der zweitwichtigste außereuropäische

Exportmarkt für die deutsche Wirtschaft.

Dr. Volker Treier, Außenwirtschaftschef

und stellvertretender Hauptgeschäftsfüh-

rer des DIHK, rechnet beim Export dieses

Jahr mit zweistelligen Zuwachsraten. Für

die Zukunft prognostiziert er: „Das deutsch-

iranische Handelsvolumen könnte sich in

Besucher und Händler

auf einem Bazar in der

iranischen Stadt Isfahan