AUGUST/SEPTEMBER 2026

Klein, leise und ziemlich smart Die Handelskammer kürte die von der Fährhaus Investment Group entwi- ckelte und zum Patent angemeldete Schlafkabine zu einem ihrer „Patente des Monats“. Die Kabine setzt neue Maßstäbe in Funktionalität und Design. Die Mitarbeiten­ den des Innova­ tionsund Patent­ Centrums (IPC) der Handelskam­ mer unterstützen bei Fragen rund um gewerbliche Schutzrechte und das Patentma­ nagement. Basie­ rend auf patent­ statistischen Ana­ lysen ermittelt das IPC zudem die aktuellen Technik­ trends für das monatliche IPC­ Technologiebaro­ meter und kürt regelmäßig ein herausragendes Patent zum „Ham­ burger Patent des Monats“. Mehr Informationen unter www. handelskammer- hamburg.de/ patent und www. handelskammer- hamburg.de/ipc . Kontakt: 040 36138376, ipc@ hk24.de Die Schlafkabinen im „CAB20“ sind geräumiger und komfortabler als herkömmliche Schlafkapseln, wie sie vor allem in Asien weit verbreitet sind. Sie bestehen aus hochwertigen Materialien und zeichnen sich durch Design und Ambiente aus. M enschen, die bereit sind, in einer Schlafkap- sel zu übernachten, benötigen nicht viel. Vor allem keinen Luxus. Sie verzichten auf per- sönliche Dusche und WC, Fernsehanschluss und Minibar. Sie legen keinen Wert auf Kleiderschrank oder Schreibtisch, brauchen weder Fenster noch Balkon. Für sie zählt allein die günstige Unterkunft. Bei der klassischen Schlafkapsel, die ursprüng- lich aus Japan stammt, liegen niedrige Materialkos- ten im Fokus und weniger Design. Meist bestehen diese Modelle aus Plastik und dünnen Wänden, Schallschutz bieten sie kaum. „In Japan sind die Leute sehr leise, daher mag das dort funktionieren“, sagen Dr. Mathias Krahl und Lasse Lütjens. „In Deutschland hingegen sind die Menschen generell etwas lauter, darum ist bei uns Schallisolierung in Schlafkabinen einwichtiges Thema.“ Die beidenGeschäftsführer der Fährhaus Invest- ment Group, ein Hamburger Unternehmen, das un- ter anderem in Ferien-, Wohn- und Gewerbeimmobi- lien sowie in Hotelprojekte investiert, haben lange über die perfekte Schlafkabine nachgedacht. Ihr Bautyp lässt sich nicht nur besser nutzen als her- kömmliche Modelle, sondern kommt auch mit hoch- wertigen Materialien daher, zeichnet sich durch Design und Ambiente aus und verfügt über eine opti- male Schalldämmung inklusive Schallentkopplung. Gemeint ist damit eine bauliche Trennung der ein- zelnen Kabinenteile, um zu verhindern, dass sich Schallwellen als Vibration in angrenzende Bereiche ausbreiten. „Die traditionelle Schlafkapsel, wie wir sie aus Fernost kennen, gibt es inzwischen auch in Deutsch- land“, erzählt der Physiker undWirtschaftsingenieur Mathias Krahl. „Unsere Schlafkabine hingegen bietet mehr Raum, mehr Eleganz und mehr Privatsphäre und ist deutschlandweit bislang einzigartig.“ Krahl und Lütjens legen vor allem Wert auf Atmosphäre und ein gewisses Maß an Komfort: viel Holz, warmes Licht, Kofferablage, Handtücher, Bade- mäntel, WLAN. Eine Besonderheit ist der Eingangs- bereich, in dem es möglich ist zu stehen. Um sie lang- fristig zu schützen, haben die beiden Geschäftsleute ihre Entwicklung im Juni 2023 mit der Bezeichnung „Schlafkabine und Anordnung“ unter der Nummer DE102023115845 beim Deutschen Patent- und Mar- kenamt (DPMA) inMünchen angemeldet. „Patente sind wichtig“, konstatiert Lasse Lütjens, auf den die Idee mit der designorientierten Schlafka- bine zurückgeht. „Das mag keine Allzweckwaffe sein, HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 58 FOTOS: ULRICH PERREY

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