JUNI/JULI 2026

Buchtipp Mit einer Fülle von Details zeich- net der Brite Ri- chard J. Evans die Geschichte des Cholera-Aus- bruchs von 1892 nach. Soziale und medizinische Fra- gen sind ebenso Thema wie Politik und Medien. „Tod in Hamburg“: Pantheon Verlag 2022, 928 Seiten. (Englische Origi- nalausgabe 1987) → schrieb: Schnecken und Muscheln, Wasserasseln und Aale – undMilliarden Bakterien aller Art. 1887 beschloss die Bürgerschaft endlich Filter- becken, doch der Senat gab die bewilligten Gelder erst 1890 frei. Zu spät: 1892 rafften die Cholera-Erre- ger imHamburgerWasser 8605 Menschen dahin – in Altona waren es etwa 300. Die Filteranlage in Kalte- hofe ging dann 1893 in Betrieb. Infrastruktur ausbauen Heute besitzt Hamburg eine solide Trink- und Abwas- ser-Infrastruktur, allein 17 Wasserwerke versorgen dieStadt. DochdieSicherung einer resilientenVersor- gungmit Strom,Wärme undWasser bleibt eine gewal- tige Herausforderung – und ein Grund für Debatten: Wie viele (und welche) Kraftwerke etwa sind als „Si- cherheitsreserve“ für die Stromversorgung nötig?Wie treiben wir den Netzausbau voran? Und vor allem: Was soll der Staat indie Energiewende investieren? Jenseits aller Politik gilt jedenfalls: Angesichts von Klimawandel, geopolitischen Verwerfungen und Kriegsgefahren sind Defossilisierung, Kreislaufwirt- schaft und der Ausbau Erneuerbarer Energien (EE) unabdingbar. „Dekarbonisierung bringt eine dop- pelte Dividende: Sie hilft, den Klimawandel zu be- grenzen und uns unabhängiger von fossilen Energie- trägern zu machen“, betont Dr. Dirk Lau, Leiter der Abteilung Klimawende, Energie und Industrie in der Handelskammer. Wie einst beim Wasser ist zudem dezidiertes Handeln gefragt. Die hiesige Politik kann dabei auf gute Voraussetzungen zurückgreifen, so Lau: „Mit seinen eigenen Energieunternehmen hat Hamburg heute ein sehrmächtiges wirtschaftspolitisches Inst- rument in der Hand: Die Stadt kann unmittelbar durchgreifen.“ Das Potenzial von Schmutzwasser Über ihre Unternehmen bündelt die Stadt gezielt Technologien – wie auf den Elbinseln Köhlbrandhöft und Dradenau. In Deutschlands größter kommuna- ler Kläranlage reinigt HAMBURG WASSER hier fast das komplette Abwasser der Metropole – und lässt den Klärschlamm 20 Tage in den markanten „silber- nen Eiern“ beim Köhlbrand faulen. Das Faulgas wird in Biomethan (Gas für rund 5700 Haushalte) und Strom für den Eigenbedarf verwandelt, der Trocken- schlamm in der Anlage VERA verbrannt. Die Energie- Ausbeute dort: jährlich 89 000MWh Strom. Eine größere Anlage, VERA II, ist im Bau, eine Anlage zur Phosphor-Rückgewinnung im Probe- betrieb. Mit den ebenfalls städtischen Hamburger Energiewerken (HEnW) errichtet HAMBURG WAS- SER vor Ort zudem Deutschlands größte Abwasser- Wärmepumpe. Im „Energiepark Hafen“, der mit WWW.HANDELSKAMMER-HAMBURG.DE INFRA STRUKTUR . - . Raumklimageräte und Spotcooler zur Kühlung von Arbeitsplätzen, Zelten, Maschinen, DV-Anlagen und verderblichen Waren. Hinsch &Co. Wärmetechnische Geräte GmbH&Co. KG Lademannbogen 11 · 22339 Hamburg Tel.: 040/53879800 · Fax 040/5386095 www.hinsch-info.de Klimageräte mieten Hinsch_Klimageraete_ab_Jun12.indd 1 15.05.12 14:06 Heiztrailer 150 – 300 kW Heiztrolleys 18 – 40 kW Elektro mobile Warmluftgeräte 2 – 200 kW mit Öl/ as/Strom, für Bau/Zelt/Event, Notfallwärme mit Brennstoffversorgung l 7980 · Fax 040 / 538798010 . i s -mietheizer.de FREI ZEIT GUIDE Rund600Tipps fürHamburg €12,80 4 193806 112803 01 ISBN978-3-911219-08-2 SPEZIALNR.1 2025 |€12,80 oder online über shop.szene-hamburg.com AUSGABE 2026

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