JUNI/JULI 2026

Versorgung sichern Wärme-, Energie- und Wassermanagement sind zentrale Aufgaben der Daseinsvorsorge, bieten wirtschaftliche Chancen – und Hamburg unternimmt einiges für effiziente Ressourcennutzung. Das Hamburger Abwasser landet fast komplett in den silbernen Faultürmen am Köhlbrand – und erzeugt hier Strom und Biomethan. barte Altona ab 1859 das Trinkwasser mit Sand fil­ terte, scheute man in Hamburg die neue Investition. Muss man überhaupt filtern? Wie finanzieren wir das? Wer soll eine mögliche Wassersteuer zahlen – die Mieter, wie es der Grundeigentümerverein for­ derte, oder die Vermieter, wie der Senat mit Verweis auf den Kontrollaufwand argumentierte? Jahrelang debattierte man, verwies Fragen in Ausschüsse – und scherte sich wenig um das „wirre Durcheinander der mannigfachsten Lebewesen“ in der Leitung, das der Zoologe Karl Kraepelin 1885 be­ A uf Katastrophen folgen oft radikale Innova­ tionen: Nach dem Großen Brand 1842 beauf­ tragte die Erbgesessene Bürgerschaft den englischen Ingenieur William Lindley, eine zentrale öffentliche Wasserversorgung und Kanalisation zu errichten – die erste in Kontinentaleuropa. So ent­ standen das Wasserwerk in Rothenburgsort, Bade und Waschhäuser, Hunderte Kilometer Abwasser­ siele, die an der Hafenstraße in die Elbemündeten… Die Vorreiterrolle beim Wassermanagement be­ hielt die Stadt aber nicht lange:Während das benach­ HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 38 FOTOS: ANDREA IZZOTTI/STOCK.ADOBE.COM, PR INFRA STRUKTUR

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