JUNI/JULI 2026
Wettbewerbsfähig durch Wandel Wie gelingt nachhaltige Transformation in einer unsicheren Welt? Diese Frage beschäftigt zahlreiche Unternehmen im Alltag – und steht im Mittelpunkt der dritten „Hamburg Sustainability Conference“ sowie des „Future Economy Day“. Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen 17 Nachhaltigkeitsziele de niert, die bis 2030 erreicht werden sollen. Neben ökologischen Zielen stehen dabei auch soziale und wirtschaftliche Fragen im Mittelpunkt. Erheblicher Aufwand Für die Wirtschaft werden diese Ziele vor allem über die sogenannten ESG-Kriterien greifbar: Environ- mental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). Mit diesem Instrument messen und steuern Betriebe, Banken und Investo- ren Nachhaltigkeitsleistungen. Während die SDGs beschreiben, was dieWelt erreichenwill, operationa- lisieren ESG-Kriterien diese Anforderungen für Un- ternehmen, etwa bei Reportingpflichten oder Inves- titionsentscheidungen. Die SDGs definieren das „Wohin“, die ESG-Kriterien hingegen das „Wie“ der wirtschaftlichen Umsetzung. Für viele Firmen bedeutet das erheblichen Auf- wand. Der „Carbon Border Adjustment Mechanism“ beispielsweise, ein CO₂-Grenzausgleichssystem, ver- langt detaillierte CO₂-Nachweise für importierte Wa- ren, das Verpackungsgesetz greift tief in Produk- N achhaltigkeit ist heute eine zentrale Manage- mentaufgabe. Banken fordern Klimadaten, Geschäftspartner verlangen Transparenz in der Lieferkette, die Kundschaft achtet zunehmend auf Herkunft, Ressourceneinsatz und Klimabilanz von Produkten. Parallel steigen die Anforderungen an Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und Re- silienz. Geprägt wird dies nicht nur durch Marktmecha- nismen und geopolitische Veränderungen, sondern auch durch internationale Zielsetzungen. Eine zen- trale Rolle spielt die „Agenda 2030“ der Vereinten Na- tionenmit ihren 17 „Sustainable Development Goals“ (SDGs) aus dem Jahr 2015. Sie definiert zentrale Nachhaltigkeitsziele – von Klimaschutz über men- schenwürdige Arbeit bis hin zu sozialer Teilhabe – und richtet sich längst nicht mehr nur an Staaten, sondern zunehmend auch an Unternehmen. Führungskräfte aus Politik, Wirt- schaft, Wissen- schaft und Zivil- gesellschaft tref- fen sich am 29. und 30. Juni auf der „Ham- burg Sustainabili- ty Conference“ (HSC) in der Han- delskammer und im Rathaus. Die HSC ist eine Ini- tiative des Bun- desministeriums für wirtschaft- liche Zusammen- arbeit und Ent- wicklung, des UN- Entwicklungspro- gramms, der Stadt Hamburg sowie der Michael Otto Stiftung. Erwartet werden rund 1600 Teil- nehmende aus aller Welt. Ziel ist es, aus globalen Nachhaltigkeits- zielen wirtschaft- liche Allianzen und skalierbare Lösun- ge n zu entwickeln. Mehr Infos: www. sustainability- conference.org HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 24 ILLUSTRATION: HKBIS; FOTO: KATI JURISCHKA ZUKUNFTS FÄHIGKEIT
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