JUNI/JULI 2026
SPRECHEN SIE UNS AN! energie@ifbhh.de Tel. 040 / 24846 -0 www.i hh.de Wir fördern den nachhaltigen Neubau sowie die energetische Modernisierung von Nichtwohngebäuden mit attraktiven Zuschüssen. Machen Sie Ihr Gebäude fit für die Zukunft und sparen Sie langfristig Energie und Kosten. Lassen Sie sich beraten! IHRE IMMOBILIE KANN MEHR! Die HSC wird 2026 bereits zum dritten Mal in der Hamburger Handelskammer und im Rathaus statt nden. Die erste HSC war im Oktober 2024, die zweite im Juni 2025. tions- und Logistikprozesse ein. Immerhin hat die EU mit dem im Februar verabschiedeten „Omnibus- I-Paket“ ihre Vorgaben zur Nachhaltigkeitsbericht- erstattung und Sorgfaltspflicht nun deutlich ent- schärft: Berichtspflichten nach der „Corporate Sus- tainability Reporting Directive“ (CSRD) greifen künf- tig erst ab mehr als 1000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mehr als 450 Millionen Euro, bei der Lieferkettenrichtlinie CSDDD sogar erst ab 5000 Beschäftigten und 1,5Milliarden Euro Umsatz. Nach Schätzungen der Europäischen Kommis- sion fallen damit rund 80 Prozent der bisher be- richtspflichtigen Unternehmen aus dem Anwen- dungsbereich heraus. Doch die Grundrichtung bleibt bestehen: Nachhaltigkeitsinformationen sollen wei- terhin stärker in Unternehmenssteuerung und Fi- nanzierung einfließen. CO₂-Fußabdruck ermitteln Das zeigen auch die Leitlinien der europäischen Ban- kenaufsicht von 2025. Kreditinstitute sind verpflich- tet, Nachhaltigkeitsrisiken verbindlich in ihr Risiko- management zu integrieren. Was das genau bedeu- tet, erklärt Mieke Lindner, Teamleiterin Nachhaltig- keit bei der Hamburger Sparkasse: „Wir müssen als Bank einen CO₂-Fußabdruck ermitteln – nicht nur für unsere eigenen Emissionen, sondern auch für unser gesamtes Kreditportfolio. Bei jedem Kredit müssen wir künftig sagen können: Wie viel CO₂ wird hier verursacht?“ Das verändert Kreditgespräche grundlegend. Unternehmen, die bislang keine Klimabilanz erstellt haben, müssen diese Daten nun liefern – nicht we- gen der CSRD-Berichtspflicht, sondern weil Banken sie für ihre Risikobeurteilung benötigen. Nachhal- tigkeitsaspekte fließen damit stärker in Finanzie- rungskonditionen ein. Während grüne Projekte günstiger finanziert werden, ist die Kapitalbeschaf- fung für risikobehaftete Geschäftsmodelle teurer. „Ein Unternehmen, das von Öl- und Gaspreisen ab- hängig ist und nicht in erneuerbare Energien inves- tiert, ist abhängig von äußeren Faktoren wie Markt- preisen“, erläutert Lindner. „Als Bank sind wir ange- halten, derartige Risiken im Geschäftsmodell des Kunden zu bewerten.“ Transformation konkret gestalten Wie Betriebe die Transformation praktisch umset- zen, zeigt etwa tesa am Hamburger Standort Haus- bruch: Als einer der ersten industriellen Abnehmer wird das Unternehmen an das Wasserstoff-Indus- trie-Netz HH-WIN angeschlossen (siehe Seite 38). Ab 2027 sollen dort die ersten Klebebänder mit grünem Wasserstoff produziert werden, bei einer jährlichen CO₂-Einsparung von rund 6000 Tonnen. → ZUKUNFTS FÄHIGKEIT
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