Mai 2018
Wir kreieren Messekonzepte, die bis ins Detail begeistern. Und das können Sie spüren. Erfahren Sie mehr: nuernbergmesse.de/fairmag BESONDERE MOMENTE VERWANDELN ERLEBNISSE IN NACHHALTIGEN ERFOLG NürnbergMesse.Turning ideas into value. Rissen. Friek war hochmotiviert und brachte das Handwerk mit, Hagemann ist in der Stadt bes- tens vernetzt und hat die Marktkenntnis. Durch diese klare Abgrenzung sind sie sich später imTa- gesgeschäft auch nicht ins Gehege gekommen, durch die kooperative Gründung konnten sie aber die unterschiedlichen Hürden überbrücken. „Die Zusammenarbeit mit Fadi war für mich sehr konstruktiv, weil die Chemie zwischen uns von Anfang an stimmte“, so Hagemann. „Er hatte einen starken Willen, und die Arbeit war sehr ver- trauensvoll. Außerdem haben wir uns einfach sehr gut ergänzt.“ Auch wenn Friek ungewöhnlich schnell die deutsche Sprache erlernt hat, konnte er durch diese Kooperation deutlich schneller zurück ins Berufsleben finden. Er konnte genau das machen, was ihn auszeichnet: Unternehmer sein. Mit besonderen Ideen: So können zum Beispiel Firmen und Kinder ge- meinsammit Friek ihr eigenes Wunscheis produzieren. Es ist schon länger bekannt, dass Migranten im Durchschnitt häufiger gründen – aber dabei auch häufi- ger scheitern. „Ich kenne viele Migranten, die am liebs- ten selbstständig sein möchten. Sie scheitern aber oft an der Bürokratie und haben bislang keine gezielte Unter- stützung erhalten“, fasst Friek zusammen. „Die Grün- Toufic El Masri toufic.elmasri@hk24.de Telefon 36138-356 dung eines Unternehmens in Syrien war weniger kompliziert. In Deutschland muss man sich auf einen längeren Prozess einlassen und bei unter- schiedlichen Themen, wie zum Beispiel Steuern, erst mal durchblicken.“ In der Tat sind auch Migranten, die schon länger in Deutschland leben, wenig mit öffentli- chen Institutionen vernetzt. Sie holen sich ihren Rat eher bei Bekannten und Verwandten. Dabei könnte eine neutrale und professionelle Bera- tung eine wichtige Unterstützung bieten. Oder sie machen es wie Friek und Hagemann und grün- den gemeinsam. „Ingo war für mich auch eine Art Mentor“, fasst Friek zusammen. „Für mich war das Projekt mit Fadi auch auf persönlicher Ebene eine große Bereicherung“, schließt Hagemann. Insofern ist dies eine Win-win-Situation. Die sich fortsetzt: Im April eröffnete das syrisch-deutsche Duo seine zweite Eisma- nufaktur in der Osterstraße. Ihrem erklärten Ziel, ein Franchise-Geschäft daraus zu machen, sind die beiden damit ein Stück näher gekommen. Fadi Friek bei der Eisproduktion in sei- nem Laden „Eiskalte Schnauze“
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjI2ODAz