Februar 2018

es bei Hamburgs angespanntem Woh- nungsmarkt schneller mit dem Finden“, sagt Wencke. Verstehen kann er die Vor- liebe für die innenstädtischen Quartiere aber schon. Er selbst wohnte lange mit sei- ner Frau, die er als Rucksacktourist auf Kreta kennengelernt hat, in Ottensen. Dort sitzt seit 2007 auch die Firma. Für die Mehrzahl der Kunden ist das vermittelte Angebot eine Zweitwohnung, selten siedeln sie ganz nach Hamburg über. Im Schnitt leben die Leute sechs Mo- nate hier, manch einer bleibt aber auch mehrere Jahre, weil sich der berufsbe- dingte Aufenthalt verlängert. Die breite Masse der gut 1000 Woh- nungen, die City-Wohnen im Angebot hat, liegt bei einer Monatsmiete von rund 1000 Euro. „Wohnungen unter 800 Euro sind in zwei Tagen vermietet“, sagt Markusse, die aus den Niederlanden stammt und Jura studiert hat. Das ist durchaus nützlich in ihrem Metier. Die Hamburger Behörden hatten zuerst Bedenken wegen des in den USA oder Großbritannien üblichen Mo- dells und witterten Wohnraumzweckent- fremdung. „Wir haben denen erklären müssen, was Wohnen auf Zeit ist“, berich- tet Wencke. „Wir waren schon eine Art Vor- reiter.“ Inzwischen läuft es problemlos. Ab sechs Monaten ist eine Vermietung er- Clemens Gerlach redaktion@hamburger-wirtschaft.de Telefon 36138-563 Tel.: 040/53879800 · Fax 040/5386095 www.hinsch-info.de Mietwärme Mietlüfter Bautrockner Neu: Heiz Trailer 150 kW / 300 kW Neu: Heiz Trolleys 18 – 40 kW Elektro mobile Warmluftgeräte 2 – 200 kW mit Öl/Gas/Strom, für Bau/Zelt/Event, Notfallwärme mit Brennstoffversorgung ! Tel. 05051 976-0 www.cornils.de info@cornils.de Gewerbebau in Stahl www. p a s s i v b a u . n e t Krückauring 3f D-24568 Kaltenkirchen Fon – 04191/95 3786-0 Fax – 04191/953786-9 G EWE R B E B A U im Passivhausstandard Bürogebäude, Produktions- und Lagerhallen laubt, in Ausnahmefällen auch nur für drei. „Die Mietverträge werden entspre- chend überprüft“, sagt Markusse. Und für das Wohngewerbe ist ein Makler- schein erforderlich. Stark aufgekommene Portale wie Airbnb sehen die beiden nicht als Kon- kurrenz. „Da fehlt der menschliche Faktor wie Beratung und Begleitung“, glaubt Wencke. „Wir sind sehr bekannt und werden weiterempfohlen.“ Das liegt auch daran, dass die Wohnungen vor Ort sehr genau inspiziert werden. „Wir schulen unsere Mitarbeiter fort- während“, sagt Markusse. Hilfe gab es auch seitens der Handelskammer vor einigen Jahren: „Wir wollten eine um- satzabhängige Bonusregelung für un- sere Mitarbeiter und haben die Han- delskammer um Hilfe gebeten. Uns wurde ein Unternehmensberater emp- fohlen. Die Beratung war sehr kompe- tent und angenehm, das vorgeschla- gene Bonusmodell konnten wir erfolgreich umsetzen.“ Auf der agentureigenen Website befinden sich Exposés mit vielen Fotos, die regelmäßig aktualisiert werden. Oft ist eine Besichtigung für den Interes- senten gar nicht mehr nötig. „Ein Mie- ter sagte einmal, die Wohnungen wer- den löffelfertig übergeben“, freut sich Wencke. „Die kommen nur mit Koffer und Zahnbürste, der Rest ist schon da.“ Selbstverständlich auch ein flotter Fernseher. Vor über 30 Jahren gab es die ersten Zeitungs- berichte. Damals lief die Agentur ohne Fax, E-Mails und Internet. Heute ist City-Wohnen natürlich auch online zu finden (s. o.)

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