AUGUST/SEPTEMBER 2026

Nächste Auflage Nachfolge Um in den Ruhestand gehen zu können, möchte Volker Stubbemann seine in den 1960er-Jahren vom Vater gegründete Buch- und Offsetdruckerei verkaufen. Sollten Sie sich für den Betrieb von Volker Stubbe- mann interessie- ren, rufen Sie bitte das Inserat auf www.nexxt- change.org auf (Chiffre: HH-A- 26060003 ) und kontaktieren Sie ihn direkt über das Formular. Oder wenden Sie sich an die Handels- kammer (sabine. pilgrim@handels kammer-hamburg. de, 040 36138- 787). www. handelskammer- hamburg.de/ nachfolge Nachdem Volker Stubbemann seine Nachfolge geregelt hat, würde er in Teilzeit weiter im Betrieb mitarbeiten, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen. FRANK SCHLATERMUND frank.schlatermund@handelskammer-hamburg.de ker, der dann endgültig geblieben ist und 2008 die Führung übernommen hat. Weil Volker Stubbe- mann, dessen große Leidenschaft das Poolbillard ist, sich in den Ruhestand verabschieden möchte, sucht er nun eine geeignete Nachfolge. Weder sein Sohn, ein promovierter IT-Spezialist, noch seine Tochter, die im medizinischen Bereich tätig ist, haben Inte- resse daran, die Druckerei weiterzuführen. Schon heute arbeitet Stubbemann in Teilzeit und überlässt einen Großteil des Tagesgeschäftes seinem langjährigen Mitarbeiter Stefan Ehlers. Bei einemUnternehmensverkauf wäre er bereit, für eine gewisse Zeit im Betrieb weiter mitzuarbeiten, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen. Zum Portfolio der Buch- und Offsetdruckerei Stubbemann GmbH gehören Bücher, Flyer und Bro- schüren ebenso wie Visitenkarten, Dissertationen und Magazine. Auch Plakate sind möglich, Brief- papier und Kataloge, Notizblöcke, Wand- und Tisch- kalender. Zu den Stammkunden zählen etwa die Kin- derrechtsorganisation „Plan International“, der An- hängerkupplungs-Produzent Westfalia-Automotive sowie der Fachinformationshändler „Schweizer Fachinformationen“. Hinzu kommen Schulen, Stu- dierende und Promovierende sowie di- verse Hochschulen wie die Technische Universität Hamburg (TUHH). Auf- grund der räumlichen Nähe zum Mes- segelände ergeben sich auch immer wieder kurzfristige Projekte mit Aus- stellenden. Volker Stubbemann erinnert sich, wie sehr sich das Druckereigewerbe seit seiner Gesellenprüfung verändert hat. „Man muss heute nicht mehr ge- lernter Buchdrucker sein, um eine Druckerei zu leiten“, erzählt er. „Wich- tig ist, dassman etwas von Computern, IT und Digitaldruck versteht, damit man weiß, was man da überhaupt macht.“ Seine 120 Quadratmeter großen Räumlich- keiten im Souterrain teilt er sich mit der Reproprofi Rhein-Main GmbH, die Baupläne erstellt und bei Be- darf auf die vorhandene Druckmaschineninfrastruk- tur zurückgreift – so wie auch Stubbemann von Zeit zu Zeit die Maschinen seiner Untermieter nutzt. „Das läuft gut“, betont er, „wir ergänzen uns super.“ Was er künftig zu tungedenkt, wenndieNachfolge geregelt ist? Volker Stubbemann weiß es noch nicht. Gewiss ist nur, dass er viel Poolbillard spielen wird. Denn das, sagt er, sei sein einziges wahres Hobby, das ihnauchnach Jahrennoch immer fasziniert. A ls Volker Stubbemann 1977 in derDruckerei seinesVaters eine Ausbildung begann, hatte er ge- rade seinen Realschulabschluss in der Tasche. Sicher, den richtigenWeg einge- schlagen zu haben, war er sich damals nicht. „Ich hatte zunächst keine Ahnung, was ich nach der Schule ma- chen wollte“, erzählt der heute 65-Jährige. „Darum habe icherst einmal dieDruckerlehre absolviert.“ Nach der Gesellenprüfung blieb er demHandwerk treu. Allerdings nicht immer im elterlichen Betrieb. „Mein Vater konnte nicht loslassen“, sagt er. „Andau- ernd gab es Diskussionen.“ Zuweilen wanderte er zu anderen Druckereien ab, kehrte aber immer wieder in das vomVater in den 1960er-Jahren gegründete Unter- nehmen zurück: „Aus Rücksicht auf meine Mutter, die immer traurigwar,wenn ichwieder einmalwechselte.“ Damals war die gesamte Familie imBetrieb tätig, der seit jeher in der Bundesstraße ansässig ist: Vater Günter, Mutter Ericka, Tochter Ruth und Sohn Vol- Der Eingang der Buch- und O setdruckerei Stubbemann in der Bundesstraße 10. HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 60 FOTOS: ULRICH PERREY UNTERNEHMENS PORTRÄT

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