AUGUST/SEPTEMBER 2026

In den „Superbude“-Hotels (hier ein Zimmer in Altona) unterstützt KI die Mitarbeitenden zum Beispiel bei der Küchenplanung und internationaler Kommunikation. Mit dem selbstentwickelten KI-System MatGPT beschleunigt FEHRMANN MaterialsX die Entwick- lung von Werksto en, etwa Metalllegierungen. Ein guter Einstieg für KMU ist der KI- Kompass: www. handelskammer- hamburg.de/ki- kompass . Praxis- nahe Beratung bietet auch das Mittelstand-Digi- tal Zentrum Ham- burg (MDZ), das kostenlose Webi- nare und Work- shops durchführt. Mit dem Pro- gramm „KI Readi- ness“ hilft es da- bei, das Potenzial von KI im Unter- nehmen auszu- schöpfen und die Mitarbeitenden in den Prozess ein- zubinden. Veran- staltungen infor- mieren etwa über den EU AI Act oder KI-basiertes Risikomanage- ment. Infos: www. digitalzentrum- hamburg.de auch Hotellerie, Medizin, Steuerberatungen und An­ waltskanzleien beteiligt. Umfassende Unterstützung bietet auch das Re­ gionale Zukunftszentrum Nord (RZ.Nord). Es berät KMU in Hamburg, Bremen, Niedersachsen und SchleswigHolstein bei der Digitalisierung und ar­ beitet mit zwölf Partnern zusammen. Dazu gehören neben dem ARIC das Bildungswerk der Wirtschaft für Hamburg und SchleswigHolstein sowie Arbeit und Leben DGB/VHS Hamburg. Für das RZ.Nord hat Fehnker unter anderem die Superbude beraten, die 2008 mit einem kreativen Hotelund HostelKonzept in der Hansestadt star­ tete. Der Fokus lag hier zunächst darauf, „AI Lite­ racy“ herzustellen, also eine Kompetenz für den Um­ gang mit künstlicher Intelligenz. „Bei dieser Form der Weiterbildung liegt momentan ein sehr großer Bedarf“, so der Experte. In der Beschäftigung der Superbude mit KI war schnell klar: Ihr Einsatz soll den Arbeitsalltag angeneh­ mer gestalten, aber nicht den persönlichen Kontakt zu den Gästen einschränken. Geschult wurden Mitarbei­ tende in Rezeption, Reservierung sowie Küche und Service. Sie diskutierten KIAnwendungsfälle und die jeweiligen Vorund Nachteile. Inzwischen hilft zum Beispiel ein KIÜbersetzungstool dabei, mit internatio­ nalen Gästen besser zu kommunizieren; auch bei Pla­ nungen in der Küche kommen Algorithmen zum Ein­ satz. „Die Schulung und Beratung durch das ARIC hat unserem Team die Grundlagen und Funktionen von KI nähergebracht und damit die Einstiegshürden zur An­ wendung von KI überwunden“, bilanziert Jörn Hoppe, GeneralManager der Superbude. Kreativer Mittelstand „Während viele größere Unternehmen bereits KIAn­ wendungen nutzen, müssen KMU noch aufholen, um im digitalen Wandel Schritt halten zu können“: So bewertet das RZ.Nord die Situation. Während ein Konzern wie Airbus eine eigene, global vernetzte und von Innovationslaboren vorangetriebene KIInfra­ struktur aufbauen kann, steht dieserWegmittelstän­ dischen Unternehmen oft nicht offen. Wie sich KI auch in weniger großen Betrieben strategisch aufsetzen lässt, zeigt ein Beispiel aus der metallverarbeitenden Industrie: Die Hamburger Firma Fehrmann MaterialsX hat das KIgesteuerte System MatGPT entwickelt, das die Suche nach idea­ len Materialien beschleunigt und optimiert. Damit lassen sich die Metalllegierungen präzise identifizie­ ren, die für eine bestimmte Anwendung ambesten ge­ eignet sind: So wird die KI zum integralen Bestandteil der industriellen Wertschöpfungskette. Die Techno­ logie reduziert Kostenundminimiert Risiken. Der Fall zeigt auch, dass der effiziente Einsatz von generativer KI von jahrzehntelanger Expertise pro→ HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 48 FOTOS: GASTWERK HOTEL HAMBURG GMBH, FEHRMANN TECH GROUP, MIKE SCHAEFER/ FEHRMANN KI -EINFÜHRUNG

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