AUGUST/SEPTEMBER 2026

Der Intralogistiker STILL setzt auch auf das automatische Erkennen von Stellplätzen per KI sowie auf autonome mobile Roboter. Häfen als KI- Vorreiter Im März 2025 startete das Ver­ bundprojekt KI­ LOG ( www.t1p.de/ kilog ), das mit KI Logistikoptimie­ rungen in deut­ schen Häfen vo­ rantreiben möchte. Unter Federfüh­ rung der HHLA werden bis 2027 KIbasierte Pro­ gnosemodelle für Containerströme erforscht. Wäh­ rend Hamburg eher projektgetrie­ ben vorgeht, ver­ folgt die KIStra­ tegie des Hafens Rotterdam einen Gesamtansatz für einen „Smart Port“ mit digitalem Zwil­ ling als zentraler Steuerungsplatt­ form. Ein Future Vessel Tracking System überwacht den Schiffsverkehr, Drohnen kontrol­ lieren das Hafen­ gebiet, Sensoren und Kameras be­ halten die Anlagen im Blick. Infos: www.t1p.de/ki-por Enrico Ramminger, Chief Information O cer der HHLA nen von ChatGPT werden für wiederkehrende Pro- zesse nur einmal festgelegt. Bei der HHLA befinden sich ein „Lakehouse“ und darauf aufbauende KI-Anwendungen in der Projekt- phase: Diese sollen dabei helfen, etwa den operativen Schichtbetrieb auf den Terminals besser zu planen. Ziel ist laut CIO Ramminger „der Aufbau einer KI-ge- stützten Mengenprognose für den Containerver- kehr“, die auf Basis historischer Daten und externer Einflussfaktoren den zu erwartenden Containerver- kehr vorhersagt. Dabei fließen unter anderem Schiffs- und Fahrplandaten, Wetter, Gezeiten, Ver- kehrs- und Betriebsdaten ein. Die Logistik-Initiative Hamburg (LIHH) sieht die Aufgabe darin, „Forschung, Technologieanbieter und Unternehmen so zusammenzubringen, dass aus ambitionierten Ideen anwendbare Lösungen wer- den“, so LIHH-Geschäftsführerin Carmen Schmidt. Das passiert gerade beim Projekt PortConnect, das im vierten Quartal des Jahres 2025 startete und bis 2028 läuft. KI sagt dabei den Personalbedarf des Ha- fens voraus. So lassen sichAuftragsspitzen frühzeitig erkennen, Schiffsliegezeiten verkürzen, der Waren- umschlag wird effizienter. Außer dem Gesamthafen- betrieb (GHB), der seit 1951 einen Hafenarbeiterpool bereitstellt, um Bedarfsschwankungen der Hafen- einzelbetriebe auszugleichen, engagieren sich hier unter anderem die HHLA, der Containerterminalbe- treiber Eurogate und das Fraunhofer-Center für Ma- ritime Logistik und Dienstleistungen. Inzwischenwerden 90 Prozent aller E-Mail-Anfragen automatisch klassifiziert, priorisiert und im An- schluss an die richtigen Teams weitergeleitet: „Da- durch konnten 27 Vollzeitstellen von administrativen Tätigkeiten in die direkte Kundenbetreuung verla- gert werden.“ Personalplanung per KI Generell nutzt die Hafenwirtschaft KI nicht nur fürs operative Geschäft, sondern zunehmend auch für administrative Tätigkeiten. HPA-Beschäftigte etwa sparen Zeit bei der Bearbeitung von großen Doku- menten oder der Suche nach Inhalten, indem sie so- genannte GPTs (Generative Pre-trained Transfor- mers) einsetzen. Diese maßgeschneiderten Versio- HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 38 FOTOS: STILL GMBH, HHLA, PAUL SCHIMWEG/LIHH

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