AUGUST/SEPTEMBER 2026
Hafen und Logistik auf KI-Kurs Autonome Inspektionen und Schadensprognosen, bedarfsgerechte Personalplanung oder mobile Lösungen an der Laderampe: In Logistik und Hafenwirtschaft bietet KI eine Fülle von Einsatzzwecken. Sicherheit & Resilienz Cyberangriffe und Energieengpässe, Kriege und Wet- terextreme: Unter- nehmen müssen sich vor vielen Ge- fahren schützen. Im April 2026 hat die Kammer dazu einen Krisenvor- sorgeplan veröf- fentlicht ( www. handelskammer- hamburg.de/ vorsorgeplan ). Im Rahmen der Bun- deswehrübung Red Storm Charlie (24.–26. Septem- ber) können Betrie- be mit „Red Storm Business“ Krisen- szenarien durch- spielen ( www.hw- mag.de/rsb26 ) . Der Tag der Ham- burger Industrie am 26. August fragt, wie Resilienz zum Wachstum beitra- gen kann. www. handelskammer- hamburg.de/tdhi Am HHLA-Terminal Burchardkai prognostiziert KI unter anderem die vermutliche Verweilsdauer der Container und die Art ihres Weitertransports. D en Hamburger Hafen laufen immer mehr Großcontainerschiffe an, Anfang Juni 2026 etwa die „ONE Integrity“ – mit 24 136 Stan- dardcontainern (TEU) Kapazität eines der größten Schiffe weltweit. Einen fast 400 Meter langen und über 61 Meter breiten Megamax-Frachter mit 16,5 Meter Tiefgang im tideabhängigen Elbfahrwasser zumLiegeplatz zu navigieren, ist allerdings selbst bei ruhigen Wetterbedingungen nicht ganz einfach und birgt einige Risiken. Deshalb simuliert die Hamburg Port Authority (HPA) Anläufe neuer Großschiffe vorab in einem „digitalen Hafenzwilling“. „Hier wer- den die Schiffsdaten mit den Infrastrukturdaten wie Wassertiefen, Strömungen und 3D-Modellen zusam- mengeführt, um eine sehr reale Simulation durchzu- führen“, erklärt Ulrich Baldauf, Leiter des Bereichs Forschung &Entwicklung bei der HPA. Künstliche Intelligenz (KI) treibt solche innovati- ven Lösungen voran. Das Leuchtturmprojekt von Baldauf ist eine KI-Plattform, an die der Roboter- hund „Spot“ über eine Schnittstelle Sensordaten übermittelt. Der kleine HPA-Helfer prüft seit einigen Jahren autonom Bauwerke wie die Köhlbrandbrücke mit Thermalscans und kann so etwa Feuchtstellen im Beton aufspüren, die optische Kontrollen an der Oberfläche nicht erkennen. Zur Analyse werden die Aufnahmen automatisiert an eine KI übertragen. Laut demHPA-Forschungsleiter erhöht das nicht nur die Prüfqualität, sondern spart auch „viel Zeit mit der Betrachtung von nicht relevanten Stellen“. HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 36 FOTOS: THIES RÄTZKE/HHLA, THIES RÄTZKE/HLAG, HPA
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