JUNI/JULI 2026

JETZT ANGEBOT EINHOLEN V on Armutsbekämpfung über Gesundheit undWohlergehen bis hin zu Geschlechterge- rechtigkeit: Die 17 globalen Ziele für nachhal- tige Entwicklung, die die Vereinten Nationen 2015 beschlossen haben, bestehen aus weit mehr als „Maßnahmen zum Klimaschutz“. In Hamburg jeden- falls existieren zahlreiche Initiativen, Netzwerke und Firmen, die die sozialen Aspekte von Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichemHandeln verbinden. Christine Prießner, Fachpromotorin für Fairen Handel und Koordinatorin der Initiative „Fair Trade Stadt Hamburg“, plädiert dafür, Nachhaltigkeit unbe- dingt interdisziplinär zu verstehen. Also Umwelt, So- ziales, Kultur und Ökonomie zusammenzudenken. Der Faire Handel ist für die Nachhaltigkeitswissen- schaftlerin ein effektives Instrument, um Dinge im Kleinen zu verändern und zugleich globale Zusam- menhänge zu reflektieren. Also zu überprüfen, inwie- fern das Wirtschaftswachstum auf menschenwürdi- genArbeits- undProduktionsbedingungenberuht. „Unternehmen können sich durch FairenHandel darüber bewusst werden, wie ihre Lieferkette und Partnerschaften aussehen“, erklärt die Promotorin. „Wie gewinnen wir als Firma unsere Rohstoffe? Wel- che kolonialen Strukturen bedienen wir damit im- mer noch?“ Mit Fragen wie diesen gelinge eine Be- standsaufnahme, auf der eine zukunftsfähige ge- rechte Nachhaltigkeitsstrategie aufbauen könne. „Ausbeutung von Mensch und Natur, gerade im Glo- balen Süden, sind kein zukunftsfähiges Modell.“ Fai- rer Handel setze auf Transparenz und Vertrauen. Die so entstehenden langfristigen Partnerschaften seien essenziell, zum Beispiel um in Zeiten von Kriegen und Krisen resilienter in der Produktion zu sein. Gemeinsam Ideen für Fair Trade entwickeln Für private und öffentliche Unternehmen bieten Prießner und ihr TeamWorkshops, Veranstaltungen und Konzepte zu Fairem Handel an. Angesiedelt ist die Initiative „Fair Trade Stadt Hamburg“ beim Trä- gerverein Mobile Bildung e. V. Gemeinsam mit der Innovations Kontakt Stelle (IKS) Hamburg bündelt sie Ideen in dem Hochschulwettbewerb „Hamburg! Handelt! Fair!“: Studierende erarbeiten dort Kon- zepte für Firmen, die den sozial-ökologischen Wan- del vorantreiben. So entwickelte etwa ein Team der Hochschule Fresenius eine Strategie für ein Weihnachtsbier der Brauerei ÜberQuell, das mit fairen Gewürzen des Süd-Nord Kontors hergestellt wurde. Große Unter- nehmen wie Budni, Tchibo und Darboven, aber auch kleine Betriebe wieWelt- und Unverpackt-Läden, der Catering-Spezialist Buhjah oder der Schmuckdesi- gner Jan Spille haben sich bereits durch diesen Hochschulwettbewerb inspirieren lassen. → WWW.HANDELSKAMMER-HAMBURG.DE SOZIALE VERANTWORTUNG

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