JUNI/JULI 2026
JAN FREITAG René Grothkopp, Leiter des Handelskammer- Teams „Prü- fungsehrenamt Industrie, Technik, IT, Verkehr“ Andrea Siebert ist bei der HKBiS Leiterin für Produkt- entwicklung. kommt Umwelt- und Klimaschutzaspekte im Betriebsablauf mitgeliefert. Bei aller Kürze tiefer in die Materie dringen demge- genüber drei- bis sechsstündige Online-Sprints zu Themen wie Nachhaltigkeitsberichterstattung oder EU-Taxonomie ein. Wirklich ans „ökologisch Eingemachte“ geht hingegen das Seminar „Nachhaltigkeit im Unternehmen“. Über drei Tage hinweg richtet sich dieses an Geschäftsführung und Führungskräfte, die in ihrem Betrieb für das Thema verantwortlich sind, erklärt Andrea Siebert, HKBiS-Leiterin für Produktent- wicklung, eines der zentralen Angebote. Gleiches gelte für den 55-stündigen In- tensivkurs zum Klimaschutzmanager, der sich ebenfalls an Leitungsebenen entspre- chender Fachleute richtet. Und wer die Zeit für beide Formate hat, erhält Siebert zufolge noch ein zusätz- liches Zertifikat zum Nachhaltigkeitsmanager. All das sind sinnvolle Ergänzungsmaßnahmen des wachsenden Angebotes im Ausbildungssektor des dualen Systems, für den allein die Handelskammer jährlich rund 16 000 schriftliche Prüfungen durchführt. Bundesweit sind es Jahr für Jahr Hundertausende, denen in den regionalen Kammern Kenntnisse in Sachen Nachhaltigkeit mit auf den Berufs- und Lebensweg gegeben werden – teilweise in neuen oder novellierten Ausbildungsberufen, zu denen seit August 2021 neben Sicherheit, Gesundheit oder Digitalisierung auch Umweltschutz und Nachhaltigkeit gehören. Mit der reinen Berufsausbildung im angestrebten Job ist es aber nicht getan. Armin Grams, Leiter des Handelskammer- Geschäftsbereiches „Fachkräfte und Lebenslanges Lernen“, ver- weist auf die betriebliche Eigenverantwortung – auch wenn es im Zweifel nicht prüfungsrelevant sei: „Ein Unternehmen kann immer mehr machen, als in der Ausbildungsordnung steht.“ Eine Möglichkeit bestehe seit zehn Jahren bei- spielsweise darin, Azubis in speziellen Workshops als Energie-Scouts zu qualifizie- ren, wozu ein konkretes Nachhaltigkeitspro- jekt im jeweiligen Ausbildungsbetrieb zähle (siehe Seite 30). Und das scheint mit Blick auf die kom- plexe Gegenwart auch notwendiger denn je. Nicht nur, aber vor allem auch aufgrund der wirtschaftlichen Lage setzen Unternehmen aktuell andere Prio- ritäten wie steigende Kosten, Fachkräftemangel und KI, meint HKBiS-Produktentwicklerin Andrea Siebert. Nachhaltigkeit werde da „oft als Pflicht- oder Regulierungsthema gesehen“. Weshalb die Nachfrage nach entsprechender Weiterbildung derzeit stagniere. „Langfristig jedoch“, da ist sich Andrea Siebert sicher, „wird sie deutlich an Bedeutung gewinnen.“ Denn gute Fort- undWeiterbildung ist fast schon die halbe Klimawende. MENSCHEN SEHEN, KEINE VORURTEILE. Shlica, Kinderbuch- autorin, Sinteza SINTI UND ROMA. www.hamburg.de/go/ gegen-antiziganismus @sozialbehoerde Hamburg gegen Antiziganismus. oder online über shop.szene-hamburg.com NacHHaltigkeit Hamburgs Pläne fürdieZukunft ISBN978-3-911219-20-4 SPEZIALNR.6 2026 |€12,50 4 193318 612501 IM HANDEL JETZT NEU! WWW.HANDELSKAMMER-HAMBURG.DE WEITER BILDUNG . - .
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