APRIL/MAI 2025

Die Handelskam- mer sucht ehren- amtliche Prüferin- nen und Prüfer für die berufliche Aus- und Fortbil- dung. Geeignet ist, wer im Prüfungs- gebiet sachkundig ist und mindes- tens halbtags ar- beitet. Zum Zeit- punkt der Beru- fung darf die Re- gelaltersgrenze für den Renteneintritt noch nicht er- reicht sein. Prü- fende müssen in der Metropol- region Hamburg wohnen oder ar- beiten. Ein drei- köpfiger Prüfungs- ausschuss ist pari- tätisch besetzt – mit je einem Ver- treter der Arbeit- geber- und Ar- beitnehmerseite sowie der Lehren- den. Bei Interesse senden Sie bitte eine E-Mail an ausbildungs beratung@hk24. de. Ausführliche Informationen un- ter: www.hk24.de/ prueferehrenamt Nils Gerstenkorn ist seit fast neun Jahren Ausbildungs­ leiter bei Aurubis. Budni-Geschäftsführer Christoph Wöhlke engagiert sich für das Prüferehrenamt. dung und Nachwuchsförderung von Menschen zu in- vestieren und damit unserer sozialen Verantwortung alsUnternehmenundguterNachbarnachzukommen“, betont Nils Gerstenkorn. Er kam 1992 zu Aurubis, ab- solvierte dort eineAusbildung als Indus- triemechaniker und ist seit bald neun JahrenAusbildungsleiter. „Unsere Mitarbeitenden sind in et- lichen Prüfungsausschüssen vertre- ten“, sagt Gerstenkorn. Neben den von Aurubis selbst ausgebildeten Berufen wie Chemielaborant oder Verfahrens- technologe (jeweils „m/w/d“) prüfen sie auch Auszubildende in weiteren Be- rufszweigen wie Zerspanungsmechani- ker oder Mechatroniker. Bei Weiterbil- dungsberufen, etwa Aus- und Weiter- bildungspädagoge oder Industriemeis- terChemieundMetall, ist Aurubis ebenfalls vertreten. Für Arbeitgeber hat die Unterstützung des Prüferehrenamtes durch das Freistellen von Prüfen- den eine Reihe von Vorteilen, betont Klaus Mansutti. „Unter anderemsorgt das Ehrenamt für eine sehr gute Vernetzung innerhalb der Branche beziehungsweise eines Expertenkreises. So ist garantiert, dass die frei- gestellten Mitarbeitenden fachlich im- mer auf demneuesten Stand sind.“ Für Budnikowsky-Geschäftsführer Christoph Wöhlke ist das Engagement seines Unternehmens selbstverständ- lich: „Wir sind der Überzeugung, dass die Mitarbeit in den Prüfungsaus- schüssen der Handelskammer ent- scheidend ist, um jungen Menschen eine fundierte Berufsausbildung zu er- möglichen.“ Das Einzelhandelsunter- nehmen engagiert sich dabei entspre- chend der Zahl der Auszubildenden, die ihren Abschluss machen wollen, und stellt dafür so viele Stunden bereit, wie für die Prüfungen erforderlich sind. „Wenn sich mehrere Unternehmen in ähnlichem Maße engagieren würden, könnten wir gemeinsam sicherstellen, dass ausreichend Prüfer zur Verfügung stehen und die Prüfungen reibungslos verlaufen“, ist Wöhlke überzeugt. Denn der Bedarf an Prüfenden ist groß – und mit dem Ausscheiden der „Boomer“-­ Generation aus dem Arbeitsleben wird die Nachfrage weiter anwachsen. Wer sich entschieden hat, ehren- amtlich in Aus- und Fortbildungsprü- fungen einzusteigen, mag oftmals nicht mehr aufhören. Rund 3500 Prüfende hat die Handelskammer. „Etliche sind schon sehr lange dabei, manche bis zu 40 Jahre. Das sehen wir immer wieder bei den Prüfer-Ehrungen“, weiß Man- sutti. Er betont, ihr gesellschaftlicher Beitrag könne gar nicht hoch genug ein- geschätzt werden. „Für Unternehmen könnte es von Interesse sein, aktiv mit diesemEngagement zuwerben und auf entsprechende eigene Initiativen zu verweisen.“ Auch Aurubis-Ausbildungsleiter Gerstenkorn plädiert für eine breitere Informationsarbeit. „Wir sehenmehr Aufklärung undKommunikation über die Möglichkeiten von Ehrenämtern als wichtig an. Dies ist ein Instrument, damit sich Menschen gemeinnüt- zig einbringen können.“ Sein Unternehmen gewinnt erfolgreich Nachwuchskräfte über digi- tale Aktivitäten, insbesondere Beiträ- gen in sozialenMedien. InHamburg be- gannen hier 75 Azubis und dual Stu- dierende in zwölf Berufen im Herbst 2024 ihre Ausbildung. Bei Budnikowsy kommen die Prü- fenden zumeist aus demPersonal- oder Schulungsbereich. Sie verfügen über reichlichErfahrung, die sie gerne andie Fachkräfte von morgen weitergeben. „Wir schätzen deren Engagement sehr und fördern es intensiv“, sagt Budni- Personalleiter Vollmer. „Wir freuen uns über steigende Ausbildungszahlen und haben eine hohe Übernahmequote. Wir machen so weiter, das ist gar keine Frage.“ CLEMENS GERLACH SOZIALE VERANTWORTUNG

RkJQdWJsaXNoZXIy MjI2ODAz