Februar 2018
HAMBURGER WIRTSCHAFT 02 / 18 KARRIERE 34 FOTO: CHRISTIAN STELLING Erfolgreich durch lebenslanges Lernen KARRIERE D ie Stühle des Saals in der Handelskammer Hamburg sind fast restlos besetzt, man blickt in gespannte Gesichter. Eltern, ihre Sprösslinge, Dozenten und Unternehmens- vertreter wenden den Kopf Richtung Bühne. Es ist Eröffnungs- tag des neuen Jahrgangs der Jungen Akademie, dem zweijäh- rigen Wirtschaftskurs der Handelskammer Hamburg für Ju- gendliche zwischen 15 und 20 Jahren. „Die Teilnehmer bringen großes Interesse und Leidenschaft für das Thema Wirtschaft mit. Was ihre Karriere angeht, haben sie bereits Ideen und Visionen. Und sie sind sehr motiviert, das Erlernte in ihrem späteren Beruf umzusetzen – diesen Spirit spürt man bereits ab dem ersten Moment“, berichtet Annette Bätjer, Sponsorin der Jungen Akademie und General Managerin vom Mövenpick Hotel Hamburg. Während der Schulzeit werden die Teilnehmer der Jungen Akademie jeden zweiten Samstag in Fächern wie „Unternehme- risches Handeln“, „Ethik“ oder „Recht“ unterrichtet. Seit diesem Jahr ist auch „Digitalisierung in der Arbeitswelt“ in den Lehr- plan integriert. Highlights des Programms sind Exkursionen in die Ham- burger Wirtschaft, bei denen die Jugendlichen die Abläufe ei- nes Unternehmens und verschiedene Berufsfelder kennenler- nen. Im zweiten Unterrichtsjahr ist außerdem ein Planspiel zum Thema Unternehmensgründung vorgesehen: Das Prü- fungsprojekt lässt die Teilnehmer in Kleingruppen selbst zu fiktiven Jungunternehmern werden. Unter Anleitung entwi- ckeln sie eine eigene Geschäftsidee – inklusive Businessplan und Präsentation vor einer Jury. Für die Jugendlichen ist es nicht immer einfach, sich zu einigen, wer zum Head of Marke- ting oder Head of Finance ernannt wird. So wird der Bereich Teambildung, der auch auf dem Lehrplan steht, in die Praxis übertragen. Talentschmiede Frühzeitig Verständnis für die Wirtschaftswelt entwickeln – das geht im Programm „Junge Akademie“ der Handelskammer. Hier knüpfen Unternehmer, Schüler und Auszubildende erste Kontakte. Frank Drevin (Hapag-Lloyd AG) und der duale Student Max Otto Raasch
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