Dezember 2019
WEIHNACHTS GESCHÄFT dieser Zeit oft die Hälfte ihres Jahresumsatzes, allen voran die Betreiber der Glühweinstände: Verglichen mit anderen Ständen setzen sie teilweise das Dop- pelte oder sogar Dreifache um. Für die Vergabe der Stände ist übrigens das Bezirksamt Mitte zuständig. Aber auch der Einzelhandel hofft wieder auf gute Umsätze rund ums Fest. Wie es letztlich gelau- fen ist, stellt sich meist erst am letzten Advents wochenende heraus: „Das Weihnachtsgeschäft be- ginnt immer später. Viele Kunden kommen erst vor Heiligabend, um ihre Präsente einzukaufen“, sagt Christoph Kaufmann, Boutique Operations Mana- ger bei Montblanc amNeuenWall. Voller Vorfreude auf dasWeihnachtsgeschäft ist etwa Nico Hagenah, Geschäftsführer des Beleuch- tungshauses Ewige Lampe, das in diesem Jahr 130. Jubiläum feiert und damit zu den ältesten familien- geführten Geschäften Hamburgs gehört. „Um im zu- nehmenden Wettbewerb durch die Konsumenten im Internet zu bestehen, ist es für die Einzelhändler heute wichtiger denn je, gerade in der Weihnachts- zeit einen rundum perfekten Service und ein gelun- genes Einkaufserlebnis mit Künstlern und gastro- nomischen Genüssen zu bieten“, unterstreicht Nico Hagenah. Er ist überzeugt davon, dass die Weih- nachtsmärkte, die Paraden an den Advents samstagen und die vielen kleineren Aktionen und Events in den Einkaufsstraßen entscheidend dazu beitragen, Kunden in die Stadt und damit in die Lä- den zu ziehen. Nicht zuletzt profitieren die Gastronomen und Hoteliers von dem Ansturm auf den Budenzauber – denn er lockt auch Touristen an: „Seit einigen Jah- ren kommen verstärkt unsere dänischen Nachbarn, um sich in Hamburg ein hygge Adventswochenende zu machen“, berichtet Brigitte Engler, Geschäfts- führerin des CityManagement Hamburg. Auch an die Kinder ist gedacht Apropos City Management: Dieses spielt bei den weihnachtlichen Events eine wichtige Rolle. Das Netzwerk wurde vor 20 Jahren ins Leben gerufen, um Hamburgs Innenstadt im nationalen und inter- nationalen Wettbewerb zu stärken. Mittlerweile vertritt Brigitte Engler die Interessen von 850 Ein- zelhändlern – und kümmert sich zum Beispiel da- rum, dass dieWeihnachtsparaden stattfinden. Außerdem muss sie jedes Jahr aufs Neue die Fi- nanzierung von 75000 Euro sichern und Sponsoren an Bord holen, damit die fünf Märchenschiffe mit ihrem speziellen Kinderprogramm am Jungfern- stieg vor Anker gehen können. Diese sind in den ver- gangenen Jahren zu schwimmenden Botschaftern für Hamburg geworden und verzeichneten 2018 mit 29500 Gästen einen erneuten Besucherrekord. „Unter dem Strich wird regelmäßig Geld in die Hand genommen, damit jeder einzelneWeihnachts- markt weiterentwickelt und dadurch noch etwas besser und schöner wird“, sagt die City Managerin. Auch die Business Improvement Districts würden ganze Arbeit leisten und alle Möglichkeiten nutzen, die die Stadt für dasWeihnachtsspektakel hergibt. Übrigens: Am Sonntag, 5. Januar, lädt die In- nenstadt zum Nach-Weihnachts-Shopping mit Fa- milienfeuerwerk. Der Duft von Mandeln und Glüh- weinwird dann allerdings längst verflogen sein ... Bauen mit System Schnell, wirtschaftlich und nachhaltig. GOLDBECK Nord GmbH, Niederlassung Hamburg Fuhlsbüttler Straße 29a, 22305 Hamburg Tel. +49 40 713761-0, hamburg@goldbeck.de konzipieren bauen betreuen goldbeck.de CHAN SIDKI-LUNDIUS redaktion@hamburger-wirtschaft.de DÄNEN IN HAMBURG Wie ticken däni- sche Gäste? Ant- worten bietet das imRahmen des Projekts „Welcome toMetropolregion Hamburg“ erschie- nene Logbuch In- ternational. Enga- giert haben sich dafür 28 touristi- sche Organisatio- nen, Industrie- und Handelskammern, darunter auch die Handelskammer Hamburg. So viel sei verraten: Der Däne duzt gern, Smalltalk sollte im (Ver- kaufs-)Gespräch stets dazugehören. Gratis-WLAN und bargeldloses Zahlen ist er ge- wohnt. Und: Dänen haben höhere Preise, aber Einzel- händler sollten auf ein stimmiges Preis-Leistungs- Verhältnis achten. Weitere Infos, auch zu Gästen aus anderen Ländern: www.logbuch international.de .
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