Dezember 2018
ENERGIE HAMBURGER WIRTSCHAFT 12 / 18 IM FOKUS 58 ILLUSTRATION: ANTON HALLMANN Torsten Meise redaktion@hamburger-wirtschaft.de Telefon 36138-563 Die digitale Transformation Ihres Vertriebs. In sechs Klicks. Smart Motivation 040-890 700 77 - www.smartmotivation.de. Klick. Optimale Motivierung durch individuelle Zielvorgaben. Klick. Alle Maßnahmen in Minutenschnelle wirksam einsetzbar. Klick. Akzeptanz und Teilnahme im live reporting. Klick. Erfolg in Echtzeit auf Ihr Smartphone. Klick. Kosten fallen erst bei Zielerreichung an. Klick. smartmotivation_AZ_103x138_RZ.indd 1 04.06.18 1 Das Ausbleiben dramatischer Verän- derungen bei der Energieversorgung mag ein Grund für die Zufriedenheit mit der Energiewende sein. Tiefer blicken lässt ein weiterer Punkt: Mehr als die Hälfte der befragten Hamburger Unternehmen (56 Prozent) ist bereit, für zertifizierten regio- nalen Grünstrompreisliche Aufschläge in Kauf zu nehmen, 31 Prozent sogar einen Aufschlag von mehr als zwei Prozent. In der „Windhauptstadt“ wächst, so könnte man daraus schließen, also die Zahl der „Überzeugungstäter“. Knapp zwei Drittel der Hamburger Unternehmen (65 Prozent) beziehen zudem bereits Ökostrom oder planen dies zu tun. Ein Plus von fast neun Prozentpunkten gegenüber 2017. Auch hier liegen die Hamburger Unternehmen erheblich über dem Bundesdurchschnitt (38 Prozent). Das Engagement der Hamburger Un- ternehmen für eine nachhaltige und effi- ziente Energieversorgung zeigt auch die Bereitschaft, sich an sogenannten Effi zienztischen oder Energieeffizienz-Netz- werken zu beteiligen. Fast die Hälfte der befragten Hamburger Unternehmen gibt an, solche Angebote wahrzunehmen. Die- ser Wert liegt erheblich über dembundes- deutschen Ergebnis (29 Prozent). Trotz des offensichtlichen Engage- ments ist allerdings vielen Verantwortli- chen noch nicht klar, was in Sachen digitale Messgeräte auf sie zukommt. Die erstmals gestellte Frage dem „Smart Meter Rollout“ ergab ein zwiespältiges Bild. Die Hälfte der Hamburger Unternehmen hat von dieser Umstellung gehört, wohingegen 35 Prozent der Befragten keine Kenntnis von der Maß- nahme haben. Immerhin ein Viertel der Unternehmen gab an, sich nicht sicher zu sein, ob sie von der geplanten Umstellung betroffen seien. Groß hingegen ist das In- teresse an den Daten, die diese Geräte lie- fern würden. Ein anderes spannendes Detail aus der Handelskammer-Umfrage: Jedes dritte Unternehmen hat bereits Elektrofahrzeuge angeschafft, weitere 19 Prozent planen das für die nähere Zukunft. 43 Prozent der befragten Unternehmen fassen sogar den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elek trofahrzeuge ins Auge oder haben diesen bereits realisiert. „Die Hamburger Unternehmen sind bei vielen Projekten in den Bereichen er- neuerbare Energien und Energieeffizienz weit vorne mit dabei. Sie werden sich aber weiterhin an die sich wandelnden Rahmen- bedingungen im Zuge der Energiewende anpassen müssen“, so Ihde. Fast alle Un- ternehmen planen, auch weiterhin in effi- zientere Technik zu investieren (88 Pro- zent) und Mitarbeiter zu qualifizieren (86 Prozent). Hier bieten die Angebote der Handels- kammer Hamburg zahlreiche Anknüp- fungspunkte. Die HK-Umweltberater bei- spielsweise (siehe S. 62) helfenHamburger Unternehmen dabei, Potenziale für mehr Ressourceneffizienz zu erkennen. Oder: Kaufmännische oder gewerblich-techni- sche Azubis können sich bei ihren Indus trie- undHandelskammern zu den Themen Energie- und Ressourceneffizienz sowie Klimaschutz im Betrieb qualifizieren und Energie-Scouts werden (siehe S. 60). Auch die gemeinsammit Schleswig-Holstein ins Leben gerufene Projektinitiative NEW 4.0 zur nord- deutschen Energiewende hat bereits eine 60 Partner umfassende Innovationsallianz für die Energiewende gebildet. Gleichwohl leuchtet auch der Energie- wende-Horizont imNorden nicht nur rosarot. Wie das Barometer zeigt, sind die Erwartungen an die Politik immer noch von Skepsis gegen- über demManagement der Energiewende ge- prägt. Auch Hamburger Unternehmen sorgen sich um die sichere, bezahlbare und umwelt- verträgliche Energieversorgung. Als mit Ab- stand drängendste politische Frage sehen sie die Unterstützung des Netzausbaus an (90 Prozent). Dies entspricht den Ergebnissen der Unternehmensbefragungen der Vorjahre. Aber auch hier gibt es eine Besonderheit: Speziell für Hamburger Unternehmen ist der Ausbau erneuerbarer Energien von großer Bedeutung (74 Prozent). DerWert liegt wiederumweit über dem bundesdeutschen Durchschnitt (48 Pro- zent). Die Hamburger Wirtschaft lebt die Ener- giewende bereits heute, und sie lebt immer öfter auch auch von der Energiewende, also vomWachstumbei den Erneuerbaren. Bereits das anlässlich der Koalitionsverhandlungen verabschiedete Eckpunktepapier der Handels- kammer Hamburg hat deshalb gefordert, den einmal eingeschlagenen Weg auch weiter konsequent zu gehen. Die Forderungen gelten auch weiterhin, zum Beispiel: Streichung der Ausbaugrenzen für erneuerbare Energien, Erhaltung des EEG oder Senkung der Strom- steuer. Für den Wirtschaftsstandort Hamburg sind die Ergebnisse des Energiewende-Baro- meters ein positives Zeichen. „Hamburg als Stadt mit ambitionierten Klimaschutzzielen und einer gut vernetzten Wirtschaftsgemein- schaft ist dabei, sich als Vorreiter der Energie- wende zu positionieren“, so das Fazit von Handelskammer-Expertin Ihde. Ein PDF der Umfrage ist erhältlich unter: www.hk24.de/energiewendebarometer Laden Sie das Barometer herunter OBST-LIEFERSERVICE FÜR DAS BÜRO LIEFERSERVICE FÜR IHR BÜRO 0171- 485 23 23 info@obstkorb-hamburg.de www.obstkorb-hamburg.de
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjI2ODAz