Dezember 2017

tierten bislang hingegen kaum Fördermöglichkeiten. Mit dem vom Bun- desministerium für Bildung und For- schung (BMBF) initiierten Projekt „Ausbil- dung Weltweit“ besteht erstmals die Chance, auch international Berufskompe- tenzen zu erwerben. Ausgenommen von der Förderung sind die 33 europäischen Länder, die bereits mit „Erasmus+“ abge- deckt sind, sowie die Länder, für die das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausge- sprochen hat. „Ausbildung Weltweit“ fördert haupt- sächlich Auslandsaufenthalte von Auszu- bildenden und ist Bestandteil ihrer Ausbil- dung. Dabei ist die Dauer des Aufenthaltes bei Auszubildenden von drei Wochen bis zu drei Monaten möglich. Aber auch für die Fortbildung des Bildungspersonals können Fördermittel für den Zeitraum von zwei Tagen bis zwei Wochen beantragt werden. Vorbereitende Besuche im Prakti- kumsland sind schon für zwei Tage mög- lich. Die Anträge können sowohl von Aus- bildungsbetrieben als auch von anderen nicht-schulischen Einrichtungen der Be- rufsbildung gestellt werden. In der Pilotphase hat auch die Mobili- tätsagentur Arbeit und Leben Hamburg e. V. einen Antrag für zwei Auszubildende aus der Logistik abgegeben. Für die beiden soll es 2018 nach Shanghai und Hongkong gehen. „Wir warten derzeit noch auf die Genehmigung des Förderantrags. Wenn sich aber genügend interessierte Ausbil- dungsbetriebe finden, möchten wir auch im kommenden Jahr ein Projekt beim BMBF beantragen“, so Abteilungsleiterin Sonja Olejak. Janine Thoms janine.thoms@hk24.de Telefon 36138-587 HAMBURGER WIRTSCHAFT 12 / 17 KARRIERE 35 SCHLÜSSELFERTIGER GEWERBEBAU Produktionsstätten Lagergebäude Bürogebäude Fachmärkte Ein- und Mehrfamilienhäuser hohe Qualität vernünftiger Preis fester Termin SFP ProjEkTBau GMBH, Rolfinckstraße 31, 22391 Hamburg Tel.: 040/ 5132978 0, Fax 040/ 5132978 18, www.sfp-projekt-bau.de anfrage@einfachgutegrafik.de Sie suchen einen Grafiker? Wir gestalten Ihre ... Image-Broschüren, Geschäftsberichte, Firmen-Zeitschriften, Produktprospekte  Kundenmagazine, Reisekataloge, Jahresberichte, Flyer und Printobjekte aller Art. Unkompliziert und schnell – einfach gut! Ô rnchen_Grafik.indd 1 16.10.17 12:54 D as Telefon klingelt. Im Display taucht eine Nummer mit Vorwahl Shanghai auf. Caroline Müller kennt sie mittlerweile schon. Erst letzte Woche hat die Auszubildende zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel so einen Anruf entgegengenommen und schnell zu ihrem Kollegen weitergeleitet, der fließend chi- nesisch spricht. Verständlich! Das Fachli- che hat sich die junge Frau im Einkauf schon angeeignet, aber sie hat gerade erst angefangen, die Sprache zu lernen. Wie also sollte Caroline Müller dem Kunden weiterhelfen, wenn sie kaum einen voll- ständigen Satz herausbringt? Sie weiß, dass man schnell in Fettnäpfchen treten kann, wenn man die Gepflogenheiten des jeweiligen Landes nicht kennt. Die Situation ist zwar fiktiv, so oder ähnlich geht es allerdings täglich zu. Und mit ihrer Unsicherheit ist „Caroline Mül- ler“ nicht allein. Es ist ganz klar, dass die internationalen Anforderungen im Zuge der Globalisierung auch an den Arbeits- plätzen zunehmen. Die Auseinanderset- zung mit den Herkunftsländern, ihrer jeweiligen Sprache und ihren Gepflogen- heiten kann helfen, einen Auftrag zu be- kommen und sein Netzwerk zu erweitern. Je eher auch Auszubildende mit der Thematik vertraut gemacht werden, desto schneller trauen sie sich, derartige Gesprä- che zu führen. Innerhalb der Europäischen Union können Auszubildende sich über das För- derprogramm „Erasmus+“ interkulturell, sprachlich und persönlich über ein Aus- landspraktikum weiterentwickeln. Für au- ßereuropäische Berufserfahrungen exis- Informationen Interessierte Unternehmen können sich an die Autorin dieses Artikels wenden. Nähere Informationen finden Sie unter www.ausbildung-weltweit.de Interessierte Unternehmen können den Förderantrag entweder selbst stellen oder den Service von Arbeit und Leben Hamburg e. V. in Anspruch nehmen. Schon bei der Antragsstellung soll der Prakti- kumsbetrieb feststehen. Bezuschusst wer- den Kosten für die An- und Abreise, die Unterbringung und die Vor- und Nachbe- reitung des Auslandspraktikums. Auch der Betrieb oder Träger kann als Antragsteller Einheitskosten erstattet bekommen. Für Menschen mit Behinderungen sind zusätz- liche Fördermöglichkeiten vorgesehen. In der Pilotphase konnten Ausbil- dungsbetriebe und nicht schulische Ein- richtungen bis zum 1. September eine För- derung beantragen. Nach Genehmigung wurde eine Ausreise ab Anfang November 2017 in Aussicht gestellt. Wer den Anmelde- zeitraum verpasst hat, kann nächstes Jahr die Chance nutzen. Dann wird es zwei An- tragsfristen geben, eine davon bis zum 15. Februar 2018. Die genauen Termine werden vom BMBF rechtzeitig kommuniziert. Für eine wie Caroline Müller, die ihre Sprachkenntnisse vertiefen möchte, genau die richtige Option. Mit einer firmeneige- nen Niederlassung in Shanghai wäre der Praktikumsbetrieb ja schon gefunden.

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