Dezember 2017

FOTOS: STEFAN MALZKORN (2), UNIVERSUM/TIMPEN Produktiv und erfolgreich – die Hamburger Filmbranche gewinnt als Wirtschaftsfaktor an Bedeutung. Filmreife Leistung Wichtiges für die Stadt und die Metropolregion STANDORT D ie Premiere von „Simpel“ am 9. No- vember in den deutschen Kinos wurde mit Spannung erwartet. Das Roadmovie der Hamburger Letterbox Filmproduktion GmbH war schon auf dem Shanghai International Film Festival (SIFF) als einziger deutscher Film für den Hauptpreis „Golden Goblet“ nominiert. „Das SIFF ist als sogenanntes A-Festival ei- nes der wichtigsten Filmfestivals der Welt. Es war eine große Ehre für alle Beteiligten, unseren Film in China einem internationa- len Publikum präsentieren zu dürfen“, er- HAMBURGER WIRTSCHAFT 12 / 17 STANDORT 32 innert sich Produzent Michael Lehmann. „Zusätzlich haben sich dadurch bereits vielfältige Kontakte nach China ergeben, die für weitere Produktionen wichtig wer- den können.“ Obwohl es in „Simpel“ um ganz uni- verselle, international tragfähige Themen wie den Umgang mit Behinderung und Er- wachsenwerden geht, steckt ganz viel Hamburg in der Produktion. „Hamburg wird sehr deutlich in Szene gesetzt. Vom Fischmarkt über das Schanzenviertel bis zur Reeperbahn sind dem Zuschauer viele unserer Drehorte bekannt. Unserem Münchner Regisseur Markus Goller boten sie aber gleichzeitig noch viele neue Entde- ckungen.“ Jährlich wird Hamburg in 80 bis 100 Serien und Filmen mit über 1500 Drehta- gen zur geschätzten Kulisse. Auch Ilker Ça- tak, der 2015 mit seinem Kurzfilm „Sada- kat“ den goldenen Studenten-Oscar bei den Academy Awards gewann, dreht gerne in der Hansestadt. Sein aktueller Film „Es war einmal Indianerland“ entstand zum Teil in Hamburg, weil es in der Buchvor- Produzent Michael Lehmann drehte Teile seines Films „Simpel“ in Hamburg

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