November 2018

HANDEL den nicht vorüber, sodass auch hier immer neue Trends und Möglichkeiten erschlos- senwerden. Das Zahlen per Gesichtserken- nung etwa ermöglicht Konsumenten, durch das Scannen des Konterfeis zu bezahlen. Diese Form der Identitätserkennung wird auch bereits in den neusten Smartphone- Generationen genutzt und vom Handels- riesen Alibaba aus China mit der App „Smile to Pay“ angewendet. Ebenfalls können bloße Fingerabdrücke zur Identi- tätsprüfung verwendet werden, um damit Bezahlvorgänge durch hinterlegte Konto- daten abzuschließen. Vor allem die Firma Apple mit ihrer App „Apple Pay“ ist Vorrei- ter und treibt diese Entwicklungen weiter voran. Hierbei gilt es für dieHandelsunter- nehmen, die Trends frühzeitig zu erkennen und abzuwägen, ob die neuenMöglichkei- ten auch für das eigene Geschäftsmodell vomVorteil sein können. Axel Hoops axel.hoops@hk24.de Telefon 36138-984 Ihr Partner für Mobilität & Service Ihr Partner für Mobilität & Service Codes mit seinem Smartphone auf eine Bezahlplattform im Internet weitergeleitet. Dort wählt sich der Kunde mit seinen hin- terlegten Zugangsdaten ein und bestätigt die Zahlung. Alternativ kann auch der Kunde den QR-Code erstellen und der Händler diesen erfassen, umeinen Bezahl- vorgang abzuwickeln. Der Händler benö- tigt dabei allerdings einen entsprechenden Scanner, der einen QR-Code vom Smart- phone des Kunden lesen kann. Bargeldloses Bezahlen geht auch mit App-basierten Lösungen, die die beiden vorherigen Methoden teilweise oder ganz vereinen. Durch die Eingabe einer PIN oder die Generierung eines Strichcodes lassen sich Bezahlvorgänge abschließen oder vereinfachen. Analog dazu bieten Firmen wie Netto oder Edeka bereits ähnliche Möglichkei- ten des App-basierten Bezahlens an und richten sich nach den neuen Kundenbe- dürfnissen. Die MediaMarktSaturn Gruppe testet bereits verschiedene App- basierte Bezahlmethoden, die das Anste- hen an der Kasse komplett ersetzen sol- len. Für die Kunden ist das System ganz einfach: App herunterladen, registrieren und das Handy an die Diebstahlsicherung halten. Der Mechanismus entsperrt sich dann automatisch, sobald dieWare bezahlt ist. Darauf können die Käufer den Laden direkt verlassen. Grundlage dieser App ist die Firma rapitag mit Gründer Alexander Schneider. „Unsere Vision ist es, den Off- line- und Onlinehandel miteinander zu verbinden und den Kauf imLadengeschäft noch attraktiver zu gestalten. Kein Kunde muss an der Kasse anstehen, wenn er es nicht möchte“, so Schneider. Die App wird bereits in den Saturn-Filialen getestet, dennoch gestaltet sich die Integration bei den deutschen Einzelhändlern schwieriger. „Die Handelsbranche ist sehr konservativ. Vor allembei Händlern aus Asien und den USA ist die Investitionsbereitschaft höher“, resümiert Schneider. Die Digitalisierung schreitet weiter voran. Dies geht auch an den Bezahlmetho-

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