November 2018
Timm Rohweder timm.rohweder@hk24.de Telefon 36138-292 Am 21. November spricht Jörg Höhn, Leiter der Fachgruppe Interna- tional Business im Völklinger Kreis, über „Interkulturelle Herausfor- derungen schwuler Führungskräfte in China und Südostasien“ in der Handelskammer. Weitere Informationen finden Sie unter: www.hk24.de/veranstaltungen Veranstaltung Leistung 4.0 Fachwissen flexibel verfügbar. Wir sind Ihre Berater, Entwickler, Konstrukteure, Hard- und Software- Spezialisten, Tester, Automatisierer, Koordinierer, Optimierer, Experten für Dokumentation und CE. Bei Ihnen vor Ort. In unseren Competence Centern. ihr ansprechpartner : Jan Ottens Niederlassungsleiter Hamburg telefon +49 (0) 40 / 5 70 17 58-600 Maschinenbau Fahrzeugtechnik Elektrotechnik IT & Kommunikation Luft- & Raumfahrt Medizintechnik Mechatronik Schiffbau Anlagenbau www.engineering-people.de engineering people. supporting experts. Kinder zu adoptieren, die generelle Einstellung der Bevölkerung ge- genüber Homosexualität oder das Existieren der Todesstrafe. Auf dem ersten Platz der liberalsten Nationen stehen Kanada und Schweden. Deutschland befindet sich mit elf anderen Ländern, wie Belgien, Nor- wegen, Dänemark, den Niederlanden und Spanien auf Platz 3. ImMit- telfeld bewegen sich zahlreiche Länder in Asien, wie Taiwan (45), Ja- pan (55), Thailand, China undHongkong (67), Singapur (80) und Indo- nesien (104). Im letzten Drittel und somit zu den sehr risikobehafteten Ländern zählen unter anderem Bangladesch (143), Marokko und Russland (157) und stark muslimisch-konservativ geprägte Länder wie Ägypten und Malaysia (174), Katar (187), die Vereinigten Arabi- schen Emirate (192), der Iran sowie Saudi-Arabien (194). Sowohl im Iran als auch in Saudi-Arabien steht auf Homosexualität die Todes- strafe. „Gleichgeschlechtliche Liebe ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten absolut tabuisiert. Zwar gibt es auch hier eine sehr verdeckt agierende Szene, doch sollten schwule oder lesbische Geschäftsleute während ihres Aufenthalts in den VAE äußerst vorsichtig auftreten“, so Kirsten Staab, Leiterin der Hamburg Repräsentanz in Dubai. Die Tat- sache, dass nicht jedes Land uneingeschränkt für einen längeren Aus- landsaufenthalt in Frage kommt, hat natürlich Auswirkungen auf die individuelle Karriereplanung und kann diese negativ beeinflussen. Deutlich entspannter gestalten sich hingegen Entsendungen und Geschäftsreisen in die meisten Länder Südostasiens. Taiwan, Ja- pan und auch die Mongolei zeichnen sich durch eine sehr LGBT- freundliche Rechtslage aus (LGBT = Lesbian, Gay, Bisexual und Trans- gender). China zum Beispiel hat Homosexualität 1997 legalisiert, praktiziert in Alltag und Beruf überwiegend eine „Don’t ask, don’t tell“-Politik und besitzt in den größeren Städten eine aktive Commu- nity. Ende der 90er-Jahre gab es die ersten schwulen Bars in Peking, Shanghai und anderen Großstädten im Süden des Landes. In Taipeh findet seit mehreren Jahren Ende Oktober ein großer bunter Straßen- umzug statt und die Homo-Ehe steht in Taiwan kurz vor der Einfüh- rung. Doch auch hier kann auch auf einer kurzen Dienstreise der Um- gangmit gewissen Situationen schwerfallen. Nicht nur homosexuelle, sondern auch andere Geschäftsmänner fragen sich vielleicht bei der Einladung von asiatischen Partnern in eine Karaoke-Bar, wo und mit wem der Abend enden soll und wie weit das eigene Verhalten gegebenenfalls zukünftige Geschäfte beein- flusst. „Wie jeder Reisende sollte man sich rechtzeitig über die Gast- geberkultur informieren und vorab für sich festlegen, wo die persönli- chen Grenzen liegen“, so Jörg Höhn, Leiter der Fachgruppe Internati- onal Business im Völklinger Kreis e. V. (VK), ein Berufsverband für schwule Manager, Unternehmer und Freiberufler. Ziel des VK ist das Erreichen eines diskriminierungsfreien Arbeits- und Lebensumfelds für schwule Führungskräfte.
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