OKTOBER/NOVEMBER 2026

Der Wunsch, ein Café und Bistro wie das „Caspars“ zu eröffnen, kam Britta Gürlich während eines Urlaubes in der Bretagne. Die passenden Räume in Hamburg fand sie in der Jarrestraße in Winterhude. Mehr als Kaffee und Kuchen Neun Jahre lang hat Britta Gürlich das „Caspars“ in Winterhude mit viel Liebe und Kreativität zu einem beliebten Treffpunkt gemacht. Nun sucht sie aus gesundheitlichen Gründen eine Nachfolge. Sollten Sie sich für das Unternehmen von Britta Gürlich interessieren, rufen Sie bitte das Inse- ra t auf www.nexxt- change.org unter der Chiffre- nummer HH-A- 26050003 auf und kontaktieren Sie Britta Gürlich direkt über das hinterlegte Formu- lar. Alternativ wen- den Sie sich bitte an Sabine Pilgrim von der Handels- kammer (sabine. pilgrim@handels kammer-hamburg. de, 040 36138- 787). Weitere Infor- mationen zu den Beratungsangebo- ten der Handels- kammer: www.­ handelskammer- hamburg.de/­ nachfolge Etwa 50 Kuchenrezepte hat sie inzwischen gemeinsam mit ihrer Konditorin entwickelt, und es kommen immer wieder neue hinzu. „Wenn ich mein Geschäft verkaufe, gehören diese Rezepte selbstver- ständlich dazu“, so die 54-Jährige. Es sind gesund- heitliche Gründe, die sie zum Verkauf bewogen ha- ben. Um sich zwischendurch erholen zu können, hatte sie die Öffnungszeit in der Vergangenheit bereits von sechs Tagen auf fünf Tage reduziert. Seit- her ist sie montags und dienstags immer mit ihrem Lebensgefährten und Hund Caspar, Namensgeber des Cafés, im Wohnmobil unterwegs. „Auf 48-Stun- den-Urlaub“, wie sie es nennt. Es sei ausgeschlossen, den Cafébetrieb noch wei- ter herunterzufahren. „Wir haben schließlich nicht nur das Alltagsgeschäft, sondern veranstalten zum Beispiel auch Lesungen, Bingo-Nachmittage und Konzerte und werden für Geburtstagsfeiern und Hochzeiten gebucht.“ Ein Verkauf schien Britta Gür- lich die einzige Lösung. Eine schwere Entscheidung, denn das „Caspars“ ist ihr Lebenswerk. Zudem hat sie ihre Kundschaft ins Herz geschlossen: „Für viele W enn Britta Gürlich auf etwas ganz beson- deren Wert legt, dann ist es Qualität. Tee aus Beuteln kommt ihr nicht in die Kanne, Kuchen und Torten sind Eigenkreationen, und auch bei der Auswahl des Kaffees ist sie sehr eigen. Bevor sie das „Caspars“ in Winterhude vor neun Jahren er- öffnet hat, war sie in der gesamten Stadt unterwegs, um Röstereien zu testen. „Ich hatte damals zwar schon einen Mietvertrag, aber noch keinen wirklich guten Kaffee“, erinnert sie sich. Lange musste sie suchen, bis sie auf eine italienische Premiummarke stieß, die sie überzeugte. Auch bei der Einrichtung des „Caspars“, einer Kombination aus Café und Bistro, ging die gebürtige Rostockerin mit viel Liebe und Kreativität ans Werk: florale Tapeten mit Vogelmotiven, Cocktailsessel, farblich abgestimmte Kissen, Messinglüster, Elektro- kamin, Stehlampen mit antiken Schirmen. „Ich wollte einen gemütlichen Raum schaffen, der einem Wohnzimmer gleicht“, erzählt sie. „Und die Leute nehmen das Ambiente an, viele Stammgäste kom- men sogar täglich.“ HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 60 FOTOS: KARIN GERDES UNTERNEHMENS PORTRÄT Eingerichtet ist das „Caspars“ wie ein gemütliches Wohnzimmer, das auch für private Veranstaltungen gebucht werden kann. FRANK SCHLATERMUND frank.schlatermund@handelskammer-hamburg.de ist das hier wie ein zweites Zuhause.“ Darum wolle sie das Café unbedingt in dieser Form erhalten – für die Straße und für den Stadtteil. Im Anschluss an den Verkauf plant sie eine mehr­ wöchige Auszeit, umsich danach beruflich neu zu orien­ tieren. Bevor sie 1998 nach Hamburg kam, studierte sie Erziehungswissenschaften, spezialisierte sich nach dem Examen aber sofort auf Werbung und Marketing. Rund 20 Jahre lang blieb sie dieser Branche treu. Ob sie dorthin zurückkehrenmöchte? „Das kann ich jetzt noch nicht sagen“, erzählt sie. „Auf jeden Fall suche ich nach etwas, das wirklich abwechslungsreich und kreativ ist.“ Auf die Idee, etwas wie das „Caspars“ zu eröffnen, kam sie während eines Urlaubes in der Bretagne, als sie dort in einem ähnlichen Café einkehrte. „So etwas möchte ich auch“, sagte sie damals zu ihremFreund – und begann in Hamburg mit der Suche nach den geeigneten Räumlichkeiten. Die fand sie in der Jarrestraße: rund 100 Quadratmeter, etwa 54 Innenplätze und an die 20 Plätze auf der Terrasse, die sichbei Bedarf erweitern lässt. Seit jeher bietet Britta Gürlich im „Caspars“ nicht nur Kuchen und Torten an, sondern auch eine umfang­ reiche ganztägige Frühstückskarte sowie kleine herz­ hafte Gerichte wie Bauernfrühstück, Frittata oder Ome­ letts. „Zum Teil kommen die Leute aus Hotels in der Innenstadt, nur um bei mir zu frühstücken“, so die Geschäftsfrau. In ihrem Lokal, weiß sie, steckt großes Potenzial. Um dieses zu heben, bedürfe es nur der rich­ tigen Ideen. „Und es braucht Engagement – ohne das wird es kaumgehen.“ OBSTKORB-HAMBURG DIE REICHHALTIGE VITAMINLIEFERUNG – MARKTFRISCH INS BÜRO Wir liefern unsere marktfrischen Obstkörbe mit einer bunten und vielseitigen Mischung aus regionalen und überregionalen Früchten direkt in Ihr Büro. Im Großraum Hamburg ist die Frischelieferung kostenlos und der gewünschte Liefertag nach Bedarf frei wählbar. DER GESUNDE SNACK FÜR ZWISCHENDURCH! 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