AUGUST/SEPTEMBER 2026
KI- Kompass Erste Anlaufstelle, um sich über den KI-Einsatz zu infor- mieren, ist der KI- Kompass der Kam- mer. Unter www. handelskammer- hamburg.de/ki- kompass finden Unternehmen ers- te Orientierung in ihrer KI-Reise, kön- nen Potenziale identifizieren und weitere Schritte planen. Der KI- Kompetenz- Check-in hilft da- bei, realistisch ein- zuschätzen, wo das Unternehmen in Sachen KI steht – von der Anwen- dung einzelner Tools bis hin zur Optimierung des Geschäftsmodells. Die KI-Use-Case- Canvas unterstützt dabei, Ideen kon- kret umzusetzen. Der KI-Kompass liefert zudem zahl- reiche Kontakte und verweist auf Kooperations- möglichkeiten. ten, Marketing und Mentoring. Entscheidend war, überhaupt in den Austausch zu kommen – für einen ef- fektivenund auchmenschlichenUmgangmit KI. Resilienz sichern Bei allen Chancen bringt KI auch viele Risiken mit sich. Konfliktpo- tenzial birgt etwa die KI-bedingte radikale Veränderung der Jobland- schaft – zum Beispiel in der Medi- enbranche (Seite 42) oder bei Versi- cherungen (Seite 40): Werden die „neuen“, durch KI geschaffenen Jobs ausreichen, um den Wegfall ganzer Berufe zu kompensieren? Neben den Sicherheits- (Seite 56) und Compliance-Fragen, die KI aufwirft (Seite 52), ist auch die Ab- hängigkeit von den USA ein Problem. Was tun, wenn KI plötzlich nicht mehr verfügbar ist – wie kürzlich die Anthropic-KI „Claude Fable 5“? Und ist der Daten- transfer in die USA noch legal, wenn die US-Regie- rung ins Handeln der US-Aufsichtsbehörde FTC ein- greifen darf? Zentral ist es daher, eigene KI-Kapazi- täten zu entwickeln, etwa auchmithilfe vonReallabo- ren wie der „KI-Sandbox“, für die das ARIC bereits 2025 ein Konzept erarbeitet hat. Was in Hamburg zu tun ist, um die digitale Resilienz zu sichern, wird auch imZentrumdes KI Summits 2026 stehen. sehr guten Weg. Dennoch sieht er gerade bei Start- ups noch viel Potenzial. „Hamburg muss Anreize schaffen, damit sich junge Talente für diese Stadt entscheiden.“ Dazu zählen gute Förderprojekte und höhere För- derbudgets, aber auch der Zugang zu Rechenkapazitäten. Treffpunkte und Initiativen „Die KI-Branche ist in Hamburg sehr fragmentiert“, sagt Malte Krohn. Der KI-Experte betont da- her, wie essenziell zentrale analoge Treffpunkte und Anlaufstellen wie das neue „House of AI“ inderHafen- City sind. Auf 1000 Quadratmetern können hier Gründerteams aus demKI-Bereich zusammenarbeiten – und es ist Platz für Events mit 200 Gästen. Das Kon- zept, das aus San Francisco stammt, füllt durchaus eine Lücke inHamburg. Denn das unter anderemvom Wirtschaftsministerium geförderte Programm AI. STARTUP.HUB, das 118 Start-ups erfolgreich durchlie- fen, ist nach vier Jahren ausgelaufen. Viele Hamburger KI-Initiativen bestehen bereits – etwa solche, die Frauen vernetzen. Im Juni brachte die Kammer unter dem Titel „AI Female Futures“ Projekte und Akteurinnen zusammen, darunter „AI Curious Collective“, „Dear Monday“ und „Women in AI Ham- burg“. ErörtertwurdenFragennachRäumenund Infra- struktur, Sponsoring undUnternehmenspartnerschaf- BIRGIT REUTHER Rund 1000 Interessierte kamen im März zu „Boost Your Business 2026 – Hamburgs Power-Tag für kleine Unternehmen“ in der Kammer. Zum Programm gehörte auch ein Meetup zu „Female AI“ mit dem FLINTA*-Netzwerk „AI Curious Collective“. Anselm Fehnker, KI-Projektmanager am ARIC, hilft Firmen, KI-Vorhaben erfolgreich umzusetzen. HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 34 FOTOS: MALTE KROHN/HK HAMBURG, ARIC E.V.
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