AUGUST/SEPTEMBER 2025
Die City beleben – aber wie? Das neue Leitbild für die Innenstadt, das der Senat Anfang Juli vorgestellt hat, nimmt viele Impulse und Forderungen der Handelskammer auf. Jetzt geht es darum, konkrete Maßnahmen zügig umzusetzen. Mit dem „Haus der Digitalen Welt“, das unter anderem von den Bücherhallen und der Volkshochschule getragen wird, soll ein Ort der Begegnung und Innovation am Gerhart-Hauptmann-Platz gescha en werden. Hier das geplante Atrium. Die Erreichbarkeit für motorisierten Individualver- kehr soll dabei gewährleistet bleiben. Geplant ist zudem, die City als Modellzone für Hitzevorsorge und Klimaanpassung zu gestalten. Historische Stadträume sollen behutsam moderni- siert, sauberer und sicherer werden. Insgesamt soll sich die Innenstadt, so die Hoffnung der am Papier Beteiligten, in Zukunft vielfältiger, bewohnter und auch abends belebter präsentieren. Mehr Wohnraum und neue Impulse An dem Dokument wirkten zahlreiche Akteure mit, auch die Handelskammer war eingebunden. „Das neue Zukunftsbild Innenstadt ist ein wichtiger Schritt – und wir begrüßen ausdrücklich, dass viele Impulse aus der Wirtschaft aufgenommen wurden“, erklärte Kammerpräses Prof. Norbert Aust. Jetzt gelte es, „auf dieser gemeinsamen Grundlage weitere konkrete Projekte zu entwickeln, um die Innenstadt weiterzuentwickeln“. M it dem „Zukunftsbild Innenstadt“ hat der Hamburger Senat Anfang Juli ein wichtiges Update für die zukünftige Gestaltung der City vorgelegt. Das Papier schreibt das Innenstadt- konzept von 2014 und das Handlungskonzept von 2020 fort – und zeichnet Wege auf, das Quartier le- benswerter und attraktiver zumachen. Einige maßgebliche Aspekte: Die zentralen Geschäftslagen sollen ihr Profil schärfen, erlebnis- reicher werden und länger belebt bleiben. Die City, so die Vorstellung, wird zum 24-Stunden-Kultur- raum, während bezahlbareWohnungen, mehr Grün- und Spielflächen sowie aktivierte Innenhöfe für wei- tere Belebung sorgen. Ziel ist ein Mix aus Büros, ur- banerManufaktur, Handel undWohnen. Auch an die Mobilität ist gedacht: Schlüsselplätze undVerbindungsachsen sollen verkehrsberuhigt wer- den, Wasserlagen besser zugänglich sein. Vorgesehen sindmehr Raumfür Fuß- undRadverkehr, ein engma- schiges Flaniernetz und ein besser ausgebauter ÖPNV. HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 36 FOTOS: CHRISTOPH INGENHOVEN ARCHITECTS&PIXELFLAKES, DUPLEX ARCHITEKTEN STADT ENTWICKLUNG
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