JUNI/JULI 2026

Zu Gast in Harburg Am 15. April legte die Veranstaltungsreihe „Handelskammer on tour“ in Harburg an. Das Fazit: Hier spielt die Wirtschaftsmusik der Zukunft. Gründer- geist 2026 Der Start-up- Wettbewerb der Wirtschaftsjunio- ren bei der Han- delskammer feiert 20-jähriges Ju- biläum. Die drei besten Gründer- teams können 20 000 Euro Preisgeld gewin- nen. Anmelde- schluss 1. Juli, Infos: www. gruendergeist-wj. de Impuls- papier Was kennzeichnet „Unternehmer- typen“? Für ein Impulspapier der Kammer und der Bertelsmann Stif- tung bewerteten über 5400 Teil- nehmende ihre ei- genen unterneh- merischen Eigen- schaften wie Risikobereitschaft oder Leistungs- willen. Das Ergeb- nis: Selbstständi- ge liegen nur mi- nimal über Ange- stellten – es gibt viel ungenutztes Potenzial. www. handelskammer- hamburg.de/ unternehmertum Steuer streichen Gestrichene Stre- cken, reduzierte Kapazitäten, Aus- landsverlagerung: Der Luftverkehr in Norddeutschland steht massiv unter Druck, sagt die IHK Nord. Für die exportorientierte Wirtschaft im Norden drohten damit erhebliche Nachteile. Zum Sichern der Wett- bewerbsfähigkeit fordert die IHK Nord daher die komplette Ab- schaffung der Luftverkehrsteuer. Die Veranstaltungen in Harburg stießen auf reges Interesse (oben). Auf dem Podium diskutierten unter anderem Ex-Bahnchef Prof. Dr. Rüdiger Grube, Kammer-Hauptgeschäfts- führer Dr. Malte Heyne und Präses Prof. Norbert Aust; Moderation: Harriet von Waldenfels (v. li.) Im Zeichen von Krisen, Kriegen und Standort- konkurrenz ist die Kombination von Wissenschaft, Wirtschaft und Nachhaltigkeit Trumpf. Ein gutes Beispiel dafür gab das Start-up COLIPI im alten Ge- treidesilo. Die aus der Technischen Universität Ham- burg (TUHH) in Harburg hervorgegangene Firma hat sich mit dem Gummihersteller Continental verbün- det, um aus dessen CO2-Emissionen klimaneutrales Öl herzustellen. „So sieht zukunftstaugliche Innova- tion aus“, lobteWerkleiter Dirk Stuhrmann. Am Abend erinnerte Prof. Norbert Aust lachend daran, wie er 2020 mit seinem dreiköpfigen Team im roten Doppeldeckerbus nach Harburg fuhr, um sich als neuer Kammerpräses vorzustellen – die Corona- Regeln verboten damals volle Pkw. „Das war mir fast peinlich!“. Bevor der „eingeborene“ Schriftsteller und Schauspieler Heinz Strunk das Event abrundete, bat ein Zugezogener um mehr Selbstbewusstsein. „Man muss Glück auch erkennen“, so TV-„Bergretter“ Sebas- tian Ströbel 20 Jahre nach seiner Einwanderung aus Bayern. Daher sollte man „in die Köpfe der Leute hier bekommen, wie geil unser Bezirk ist“. Mehr Infos und Fotostrecke: www.hw-mag.de/hk-ot26 N ach demAuftakt in Altona im Juli 2025 machte die Handelskammer auf ihrer Rundreise durch Hamburgs Wirtschaftsräume dieses Jahr im Speicher am Harburger Kaufhauskanal Halt. Und in der traumhaft schönen Kulisse des 199 Jahre alten Ge- bälks wurde deutlich: Harburg muss sich keinesfalls hinter den anderenHamburger Bezirken verstecken. Zwischen Betonbrutalismus und windschiefem Fachwerk informierten sich zahlreiche Gäste zu „In- novation, Standortentwicklung und Resilienz“. Und dafür gab es reichlich Gelegenheit. Im Panel „Erfolg- reiche Start-ups geben Tipps und Wissen“ etwa teil- ten Gründer ihre Erfolgsschlüssel. „Du musst nicht der Beste sein, aber anpas- sungsfähig, flexibel und neugierig“, riet Jan Henri Kalinowski, CEO des bundesweit führenden Vernet- zungsportals ChefTreff, seiner Alterskohorte um die 30. „Aufgeben ist keine Option“, forderte rechts von ihmWienke Reynolds. Der Tipp der Lignopure-Che- fin: „Learning by doing, aber die Hausaufgaben ma- chen“ – und moderne Technik aufgeschlossen nut- zen. Um buchstäblich nachhaltigen Erfolg wie Ihre Harburger Biotech-Firma zu haben, die Nebenpro- dukte der Holzverarbeitung veredelt, rät sie zu KI als Standardwerkzeug – von der Strategie übers Marke- ting bis zur Produktion. JAN FREITAG HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 8 FOTOS: KATI JURISCHKA MELDUNGEN AUS HAMBURG

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