JUNI/JULI 2026
Wo Hundeträume sich erfüllen Aus Altersgründen möchte Martina Steffens ihr Geschäft „WAU und MAU“ im Hanseviertel verkaufen. Der Einzelhandel für hochwertiges Hunde- und Katzenzubehör ist weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannt. Sollten Sie sich für das Unternehmen von Martina Stef- fens interessieren, rufen Sie bitte das Inserat auf www. nexxt-change.org unter der Chiffre- nummer HH-A- 26020008 auf und kontaktieren Sie Martina Stef- fens direkt über das hinterlegte Formu- lar. Alternativ wen- den Sie sich bitte an Sabine Pilgrim von der Handels- kammer (sabine. pilgrim@handels kammer-hamburg. de, 040 36138- 787). Weitere Infos: www.handels kammer-hamburg/ nachfolge Ein kleiner Snack muss sein: Vierbeiner stehen bei Martina Ste ens stets an erster Stelle. Martina Ste ens (Foto li.) hat das Geschäft „WAU und MAU“ vor 26 Jahren von ihrer Mutter übernommen. Bei ihrem Sortiment, zu dem auch bequeme Hundebetten (Foto re.) gehören, legt sie Wert auf beste Qualität. FRANK SCHLATERMUND frank.schlatermund@handelskammer-hamburg.de vorstellen, dass Artikel wie Hundebetten im Chippendale-Stil, Plaids aus Echtfell und Maß- halsbänder mit Edelsteinbesatz überhaupt nachge- fragt werden könnten. Doch das Lachen verging den meisten, als die Kundschaft „WAU und MAU“ buch- stäblich die Tür einrannte. Zahlreiche Medien berichteten seinerzeit, da- runter Hochglanzmagazine, Tageszeitungen und TV. „Heute sind wir eine Institution“, erzählt Torsten Immke. Der Lebensgefährte von Martina Steffens arbeitet seit Jahren imUnternehmenmit. Gelernt hat Steffens Einzelhandelskauffrau und Tierpflegerin. Für sie stand außer Frage, den Betrieb der Mutter eines Tages zu übernehmen. Fast drei Jahrzehnte führte sie den Laden in bester Hambur- ger Innenstadtlage, den sie nun aus Altersgründen verkaufenmöchte: „Wir sind jetzt so lange dabei, und irgendwann ist auchmal Schluss.“ Sie würde sich wünschen, jemanden zu finden, der „WAU und MAU“ mit derselben Hingabe weiter- führt, wie sie selbst es all die Zeit getan hat und zuvor ihre Mutter. Das Geschäft sei durchaus für den Seiteneinstieg ge- eignet, betont sie. Und es sei aus- baufähig: „Bis zum heutigen Tag haben wir zum Beispiel keinen Online-Shop.“ Die Einarbeitung nach der Übergabe würde Steffens gern übernehmen. Auch wäre sie be- reit, unter neuer Leitung noch einige Zeit weiter mitzuarbeiten, „allerdings nicht mehr als zwei Tage pro Woche“. Die Freude der Menschen, ihre Hunde und Katzen mit schönen Dingen zu verwöhnen, sei bis heute ungebrochen, sagen Martina Stef- fens und Torsten Immke. „Heute wie damals kommt es den Leuten hauptsächlich auf gute Qualität an. Qualität, die sie bei uns bekommen.“ Und die sie sich auch gern etwas kosten lassen. A ls Ingrid Steffens ihr Ge- schäft „WAU und MAU“ 1980 im neu errichteten Hanseviertel eröffnete, wusste sie nicht, wohin die Reise geht. Sie be- saß damals mehrere Zoofach- handlungen, in denen sie, typisch für jene Zeit, neben Aquarien und Käfigen, Spielzeug und Futter auch lebende Tiere verkaufte. Das Konzept, sich ausschließ- lich auf die Ausstattung von Hun- den und Katzen zu fokussieren, war in Deutschland bis dahin wei- testgehend unbekannt, erst recht im Luxussegment. „Wir konnten damals nicht einschätzen, ob die- ses Geschäftsmodell überhaupt funktioniert“, erzählt TochterMartina, die „WAUund MAU“ vor 26 Jahren von ihrer Mutter übernommen hat. „Darum liefen die Zoohandlungen in Poppenbüt- tel, Niendorf und Rahlstedt zur Sicherheit zunächst weiter.“ Sie erinnert sich, wie die neue Ausrichtung anfangs belächelt wurde. Kaum jemand konnte sich HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 60 FOTOS: KARIN GERDES UNTERNEHMENS PORTRÄT
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