JUNI/JULI 2026

CARLNANN GMBH Bei der CarlNann GmbH herrscht Klarheit. „Nichts entsteht bei uns einfach nur so aus Spaß – aber alles mit Freude“, sagt Inhaber Christoph Nann (li.). Sein Kom­ pagnon Michael Carl (re.) betont: „In allem, was wir tun, wollen wir Marken weniger egal machen.“ Dass dies gelingt, können Kunden wie „Rügenwalder“ oder „Das Handwerk“ bestätigen. Die in der HafenCity ansässige Agentur für Markenführung gehörte bis 2018 als FCB Hamburg zum USamerikanischen IPGNetwork. Die Wurzeln reichen jedoch deutlich weiter zurück. 1876 gründete William Alexander Wilkens in Hamburg das „Centrale Annoncen Büro WilliamWilkens“ und schuf die erste FullService Werbeagentur Deutschlands. Lange Zeit agierte diese eigenständig, ehe sie in FCB aufging. Mit CarlNann ist es nun seit acht Jahren wieder eine inhabergeführte Agentur. ZERTUS GMBH Vom kleinen Betrieb zur internationalen LebensmittelUnternehmensgruppe – den Grundstein dazu hat Friedrich Theodor Meyer gelegt. 1826 gründete er im sachsenanhaltinischen Tangermünde eine Zuckersiederei. 1865 übernahmen seine Söhne die Firma und expandierten stark. Doch die Enteignung durch die sowjetische Besatzungsmacht nach dem Zweiten Weltkrieg beendete dort alle unternehmerischen Aktivitäten der Familie Meyer. 1949 erfolgte der Neustart – in Hamburg. Dahin war bereits 1897 Friedrich Hugo Ernst Meyer der Liebe wegen gezogen. Der Gründer der eigenständigen Spedition Fr. Meyer’s Sohn folgte demWunsch seiner Ehefrau, in einer Großstadt leben zu wollen. Und die Zuckerra nerie Tangermünde Fr. Meyers Sohn GmbH? Die heißt seit 2002 Zertus GmbH und schreibt sich dies auf die Fahne: „Wir streben nach Exzellenz, bleiben dabei aber stets bescheiden.“ TASSAJARA Im „Golden Temple“ an der Eppendorfer Landstraße begann 1976 die kulinarische Reise. Hamburgs ältestes vegetarischveganes Restaurant ist mittlerweile als „Tassajara“ über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Es gehört auch in Deutschland zu den Pionieren dieser Kochund Ernährungs­ richtung. Gegründet hat es Karamjit Singh Witzorek (re.). Der war als 19Jähriger aus Punjab, dem nordwestlichen Landesteil Indiens, nach Hamburg gekommen. Hier verband er die eischlosen Speisen seiner Heimat mit west­ lichen EssIdeen. Es funktionierte perfekt, die Mischung begeisterte schnell die Kundschaft. Ehefrau Martina WitzorekSingh (li.) und der gemeinsame Sohn Kevin SinghWitzorek (Mi.) sind gleichfalls am Familienbetrieb beteiligt. Sie alle eint nicht nur die Leidenschaft für frisch gesunde Gerichte, sondern eine gastro philosophische Haltung: „Wir leben Gemüse.“ MEGA EG Zusammenhalt wurde bei der MEGA Gruppe immer großgeschrieben. „In einer Genossenschaft lassen sich gemeinsam Dinge scha en, für die der Einzelne zu klein ist.“ Die Idee dahinter: „Erfolgreich kooperieren, sodass jeder pro tiert, jedoch keiner seine Selbstständigkeit aufgibt.“ Was 1901 als „Einkaufsverein der Maler zu Altona und Umgegend“ begann, ist heute eine Genossenschaft mit 107 Standorten deutschlandweit und OnlineShop. Die Zahl der Mitglieder ist von ursprünglich 45 auf rund 6400 gewachsen. Der größte handwerkseigene Sortimentsgroßhändler für Maler, Bodenlegerund Stuckateurbedarf blieb sich dabei treu. „Wir warten nicht, bis andere den Anfang machen. Wir handeln – mit Mut, mit Verantwortungsbewusstsein und mit demWillen, Lösungen zu nden“, lautet eine der drei Unternehmensleitlinien. 150 JAHRE 125 200 JAHRE JAHRE 50 JAHRE 56

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