JUNI/JULI 2026

Liebe Leserinnen und Leser, seit einigen Jahren sind viele Unternehmen im Krisenmodus. Geo­ politische Spannungen, Energiekrisen und bewaffnete Konflikte prägen Schlagzeilen, Geschäftserwartungen und Erträge gehen zu­ rück. In dieser Lage betrachten manche Betriebe die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit als weniger relevant. Dies greift jedoch zu kurz: Nachhaltigkeit ist kein Luxus, son­ dern ein zentraler Erfolgsfaktor, der Resilienz stärkt, langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichert und Innovationen anstößt. Unter­ nehmen, die frühzeitig in neue Technologien investieren, senken langfristig Kosten und reduzieren Abhängigkeiten. Wie tragfähig diese Herangehensweise ist, belegen die zahl­ reichenHamburger Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeits­ preises 2025: Nachhaltiges Handeln undwirtschaftliche Stärke gehen amStandort Hamburg Hand inHand. Die Auswirkungen der aktuellen Krisen bestätigen denWeg, den die Handelskammermit Initiativen und Ideenwie der Strategie HAMBURGNET ZERO begleitet und befördert. Dazu gehören auch zahlreiche Vorschläge, umdie HamburgerWirtschaft voranzu­ bringen – etwa die Forderung nach einer sicheren Versorgungmit „grünem“ Stromzu international wettbewerbsfähigen Preisen. Dieser verspricht einemehrfach nachhaltige Dividende: preislich, ökologisch, unabhängig. Dass wir diesenWeg imglobalen Verbund gehen, zeigt Ende Juni die Hamburg Sustainability Conference (HSC) imRathaus und in der Handelskammer. Direkt imAnschluss bringt der von uns mitveranstaltete Future Economy Day am 1. Juli diese globale Agenda als praktischen Impuls für die „Twin Transition“ – die parallele Herausforderung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit – direkt in denMittelstand. Unser Engagement für Nachhaltigkeit ist keine Reaktion auf kurzfristige Trends oder Herausforderungen. Wir denken lang­ fristig, etwa in unserer Vision für nachhaltige Olympische und Paralympische Spiele. Ich bin überzeugt: In unserer Stadt könnte die Verbindung von Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Stadtentwicklung eine ganz neue Qualität erfahren. Wir fördern so einen ganzheitlich nachhaltigenWirtschafts­ standort Hamburg: widerstandsfähig, innovativ, prosperierend, wettbewerbsstark, klimaneutral, ökologischmit sozialemEngage­ ment. Lassen Sie uns daran gerade angesichts der weltweiten Un­ sicherheiten konsequent weiterarbeiten! Ihr Stephan Schnabel Vizepräses der Handelskammer Hamburg WWW.HANDELSKAMMER-HAMBURG.DE 3 AUF EIN WORT FOTOS: ISADORA TAST (TITEL), HELM AG (EDITORIAL) . - .

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