Juni 2019
HAMBURGER WIRTSCHAFT 46 URBAN DATA PLATFORM Gefragte Daten Unternehmen können die Urban Data Platform der Stadt Hamburg kostenfrei und anonym für ihre Geschäftsmodelle nutzen. W elche Straßen haben die höchste Ver- kehrsdichte?Wo gibt es Baustellen? Und welche Parkhäuser haben noch freie Plätze?Wenn große Navigations-App-Firmen Daten aus Hamburg und Umgebung benötigen, greifen sie auf die Urban Data Platform zurück. Diese bündelt städtische Daten aus unterschiedlichen Bereichen wie Wirtschaft, Mobilität, Bauwesen, Umwelt, Soziales und Kultur. Der Vorteil des Angebots: An- wender – von der Privatperson bis zum Unterneh- men – können öffentliche Informationen anonymi- siert und kostenfrei von einer Seite abrufen, statt sie aufwendig einzeln recherchieren zumüssen. HunderteDatensätze sindderzeit abrufbar – von Drohnenflugverbotszonen bis zu Überschwem mungsgebieten. Und die Einsatzmöglichkeiten sind breit gestreut: Zum Beispiel wurden sämtliche Be- bauungspläne der Stadt neu digitalisiert, sodass Unternehmer prüfen können, wie viele Gewerbe- und Grünflächen in einem Areal geplant sind. Architekten wiederum erhalten Fachinformatio- nen zu einzelnen Grundstücken – etwa, ob durch die Nähe zum Flughafen Baubeschränkungen vor- liegen. Und Windradhersteller können erkunden, wo sich Raum für ihre Anlagen befindet. Der Schlüssel zur Stadt Sascha Tegtmeyer, der das Projekt beim Hamburger Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung ver- antwortet, nennt die Urban Data Platform das „Sys- tem der Systeme“. Das heißt: Sein Kompetenzteam „Urban Data Hub“, zu demauch Experten des CitySci- enceLab der HafenCity Universität gehören, hat Sascha Tegtmeyer leitet das Projekt beim Landesbetrieb Geoinformation
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