APRIL/MAI 2026
Von der Daten-CD zur KI Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kommt nur langsam voran. Doch Hamburger Unternehmen punkten mit Lösungen zur Datenharmonisierung, KI-Tools und DiGA. Durchgesetzt hat sich die elektronische Patientenakte bislang nicht: Weniger als vier Prozent der Versicherten nutzen sie aktiv, und die ö entliche Debatte wird unter anderem von Sicherheitsfragen und technischen Startproblemen dominiert. sie sich jedoch kaum durchgesetzt: Weniger als vier Prozent der Versicherten nutzen sie aktiv, und die öffentliche Debattewird vor allemdurch Sicherheits- fragen, technische Anlaufschwierigkeiten und eine als viel zu umständlich empfundene Freischaltungs- prozedur dominiert. Hier sind also Verbesserungen notwendig. Gleichwohl bleibt die ePA ein Schlüsselprojekt für eine leistungsfähige, vernetzte Gesundheitsver- sorgung. Davon ist auch Dr. Lukas Aschenberg, Ge- schäftsführer der Hamburger Tiplu GmbH, über- zeugt. Die Softwarefirma startete 2016 mit dem Ziel, die Abrechnung in Krankenhäusern besser, sicherer und wirtschaftlicher zu machen. Im Sinne einer in- telligenten Nutzung von Gesundheitsdaten bietet sie heute KI-gestützte Lösungen in den Bereichen Medi- zincontrolling, klinische Unterstützung und Daten- W enn es umDigital Health, also die Digitali- sierung des Gesundheitswesens geht, hinkt Deutschland anderen Ländern in vielen Punkten hinterher. Über 70 Prozent der Ärz- tinnen und Ärzte nutzen weiterhin Faxgeräte für die Kommunikation mit anderen Praxen. Und trotz hochmoderner Diagnosegeräte laden radiologische Zentren Röntgen- oder MRT-Daten nur selten in eine Cloud, auf die überweisende Praxen zugreifen kön- nen. Den „Botendienst“ zwischen den Einrichtungen übernehmen meist die Untersuchten selbst, denen man eine physische Daten-CD mit den Bildern in die Hand drückt. Der flächendeckende Start der elektronischen Patientenakte (ePA) sollte dazu beitragen, die digitale Fragmentierung endlich zu überwinden und Daten sektorenübergreifend verfügbar machen. Bisher hat HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 46 FOTOS: ANDREA GAITANIDES/STOCK.ADOBE.COM, TIPLU DIGITAL HEALTH
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