APRIL/MAI 2026

SONJA HELMS nen zukünftig dabei helfen, Rückfälle früh zu er- kennen und Behandlungen gezielter einzusetzen. Von Gentechnik bis KI Unternehmen wie Provirex wiederum setzen am ge- netischen Ursprung einer Erkrankung an. Die im Start-up Labs tätige Firma arbeitet an einem Verfah- ren zur Heilung von HIV. Die Idee: Mithilfe einer „Genschere“ soll das Erbgut des HI-Virus aus infizier- ten Zellen „herausgeschnitten“ werden. Bewährt sich der Ansatz, könnte er die Therapie grundlegend än- dern – mit der Perspektive, das Virus tatsächlich dauerhaft zu entfernen. Einen interessanten Ansatz verfolgt auch das Start-up Mo:re. Es entwickelt eine Plattform, mit der sich dreidimensionale Gewebemodelle aus mensch- lichen Zellen („Organoide“) standardisiert herstellen und automatisiert auswerten lassen. An diesenMini- aturmodellen können Medikamente genauer und schneller getestet werden – perspektivisch sogar mit weniger Tierversuchen oder ganz ohne diese. Innovation entsteht zudeman Schnittstellen von Medizin und Physik. Das Unternehmen Axiom In- sights, ein Spin-off des Deutschen Elektronen- Synchrotrons DESY, nutzt moderne Bildgebungsver- fahren, umnachvollziehen zu können, wie sichMedi- kamente im Körper verteilen. Solche Erkenntnisse können helfen, Dosierungen zu optimieren, Neben- wirkungen zu reduzieren und Entwicklungsprozesse effizienter zu gestalten. Auch die großen Player in Hamburg treiben In- novationen voran. Olympus entwickelt etwa roboter- gestützte Technologien für minimalinvasive Verfah- ren und KI-gestützte Lösungen für die medizinische Bildgebung. Philips arbeitet an neuen IT-Lösungen für Kliniken. Kräfte bündeln Diese Vielfalt zeigt: In Hamburg ist einiges in Bewe- gung. Gleichzeitig sehen Beteiligte noch Potenzial beim Transfer von der Forschung in die Praxis. Gute Ideen entfalten sich erst, wenn sie weiterentwickelt und finanziert werden. „Hamburg wird nicht auf allen Feldern international mithalten können“, sagt Oliver Schacht. „Im Bereich der personalisierten Medizin könnte die Stadt aber eine sichtbare Rolle spielen.“ Dafür müssten Kräfte gebündelt, die Finanzierung gesichert, das Thema politisch stärker priorisiert werden. „Wenn ich mir etwas wünschen könnte, wäre es, dass wir mutiger, optimistischer und zu- kunftsbejahender nach vorn gehen, unsere Erfolge sichtbar machen. Dann entsteht eine Dynamik, die das trägt. Nichts zieht Erfolgmehr an als Erfolg.“ WWW.HANDELSKAMMER-HAMBURG.DE INNOVATIVE PRODUKTE Teilquali kationen (TQ) bieten Unternehmen eine praxis- nahe Möglichkeit, Fachkräfte zu sichern. Erwachsene ab 25 Jahren können mit TQ schrittweise beru iche Kompetenzen erwerben und so ihren Berufsabschluss nachholen. Sie möchten mehr über die Chancen von TQ erfahren? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns oder Ihrer regionalen IHK auf. E-Mail: tq@dihk.de https://teilquali kation.dihk.de/de FACHKRÄFTE GESUCHT? MIT TEILQUALIFIKATIONEN NACHQUALIFIZIEREN!

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