APRIL/MAI 2026
Die Green Con- nect hat gezeigt: Nachhaltigkeit macht sich be- zahlt. Der Impuls zumWeiterma- chen liegt nun bei jedem einzelnen Unternehmen. Beteiligen Sie sich an Netzwerken wie der Umwelt- Partnerschaft Hamburg, um von den Erfahrungen anderer zu lernen und Synergien in der regionalen Wertschöpfung zu heben. Nutzen Sie das neue digi- tale Netzwerk der Handelskammer unter www.green- connect.network . Kontakt: Frank Tießen von der Handelskammer (040 36138-979, E-Mail: umwelt beratung@ handelskammer- hamburg.de). MARINA FRIEDT Nachhaltigkeit ist kein Luxus Von der Braugerste bis zum 3D-gedruckten Stethoskop aus Kunststoffresten: Das Netz- werk-Event Green Connect der Handelskammer hat gezeigt, dass Nachhaltigkeit kein Luxusprojekt ist. Sechs Tipps, die Hamburger Unternehmen sofort anwenden können. Starkes Symbol: Präses Norbert Aust überreicht ein gedrucktes 3D-Stethoskop an Keynote-Speaker Dr. Eckart von Hirschhausen. ketten kritisch. Partner vor Ort reduzieren nicht nur den CO2-Fußabdruck, sondern stärken auch das Hamburger Netzwerk. Tipp 5 Arbeitswelt: Gesund und natürlich Nachhaltige Arbeitsplatzgestaltung, bei Green Con- nect von BRODERS & KNIGGE Büro- und Objektein- richtung mit Mobiliar aus natürlichen Materialien oder aus Recyclaten demonstriert, wirkt sich positiv auf Mitarbeiterbindung und Image aus. Auch flexi- blere Arbeitsmodelle und klimafreundliche Mobilität können zu einem gesünderen Arbeitsumfeld beitra- gen. Das steigert Motivation und Innovationskraft – und hinterlässt bei Kunden einen guten Eindruck. Tipp 6 Recycling: Kreislauf statt Neukauf Zum Symbol für eine zirkuläre Wertschöpfung wurde bei Green Connect das in einem OpenLab Mobile von der Süderelbe AG und der Fab City Ham- burg produzierte 3D-Stethoskop „Glia“: Kunststoff- reste wurden geschreddert, zu Filament verarbeitet und anschließend per 3D-Druck transformiert. Das Open-Source-Projekt beweist, dass hochwertige Me- dizintechnik lokal und kostengünstig hergestellt werden kann (Materialkosten rund sechs Euro). Tipp 1 Analyse: Erst messen, dann investieren Nachhaltigkeit sollte wie bei fritz-kola oder Rats- herrn integraler Bestandteil der Unternehmens- führung, Kommunikation und Produktion sein. Dazu braucht es eine ganzheitliche Analyse: Wie hoch sind Strom- und Wärmeverbräuche, Fuhr- park-Kilometer, Abfallkosten? Aus den letzten zwölf Monaten lassen sich schnell die drei größten Kostentreiber ableiten. Externe Beratung und KI- Hilfsmittel unterstützen dabei, versteckte Energie- fresser und Effizienzpotenziale im Betrieb zu iden- tifizieren. Oft amortisieren sich Optimierungen bereits nach weniger als 24 Monaten. Tipp 2 Finanzierung: Nachhaltigkeit zahlt sich aus Auch ohne formale Berichtspflicht sollten KMU ein Set verlässlicher Kennzahlen pflegen. Banken und Großkunden verlangen heute zunehmend Transpa- renz. Unternehmen, die ihre Bilanz um Klimazahlen oder Recyclingquoten erweitern, schaffen Vertrauen und können so gegebenenfalls günstigere Kredite oder Auftragsbeziehungen erlangen. Tipp 3 Kommunikation: Transparenz als Wettbewerbs- vorteil Ein fundierter und attraktiv gestalteter Nachhaltig- keitsbericht ist einmächtiges Werkzeug für das Mar- keting und die Gewinnung von Talenten. Nachhaltig- keit, gut kommuniziert, kann Reichweite, Arbeit- geberattraktivität und Kundenbindung stärken und wird somit zu einer harten Währung in der Unter- nehmenssicherung. Tipp 4 Lieferketten: RegionaleWertschöpfung Die Ratsherrn Brauerei illustrierte, wie sie mit dem Konzept „Vom Halm zum Glas“ den strategischen Fo- kus auf regionale Wertschöpfungsketten legt – von der Braugerste auf Rügen bis zur Produktion in der Hamburger Schanze. Dadurch spart sie nicht nur Emissionen, sondern erhöht auch die Unabhängig- keit von globalen Krisen. Überprüfen Sie Ihre Liefer- WWW.HANDELSKAMMER-HAMBURG.DE 19 FOTO: ULRICH PERREY GREEN CONNECT . - .
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