APRIL/MAI 2025
Frisches Geld für neue Ideen Ohne Startkapital ist die beste Idee zum Scheitern verurteilt – doch Grün- dende können auf zahlreiche Unterstützungsangebote zurückgreifen. Als Förderbank der Hansestadt ist die IFB Hamburg eine zentrale Anlaufstelle, um Zuschüsse, Darlehen und Wagniskapital für Innovations-, Umwelt- oder auch Immobilienprojekte zu erhalten. Christoph Roling, Mitgründer und CPO von Parto Eine Übersicht zu Finanzierungs- und Beratungs- möglichkeiten samt nützlichen Links finden Sie un ter www.hk24. de/foerderung Gründende mit einem Finanzie- rungsvolumen ab 30 000 Euro können sich im Finanzierungs- sprechtag der Kammer in ver- traulichen Einzel- beratungen kos- tenlos informieren. Infos: www.hk24. de/finanzierungs sprechtag Jeden Donnerstag bietet die Kam- mer eine kosten- lose virtuelle Erst- und Einstiegsbera- tung an. Anmel- dung: www.hk24. de/gruendungs beratung Mittlerweile ist das Team von Parto auf 15 Men- schen angewachsen. „Der Kundenzuspruch ist riesig, und wir bauen unser Produkt auch dank der Förde- rung fokussiert aus“, freut sich Roling. „Zudem ha- ben wir im letzten Herbst eine weitere Finanzie- rungsrunde erfolgreich abgeschlossen und den GründerGeist-Wettbewerb 2024 der Wirtschaftsju- nioren gewonnen. Es gibt also viele Gründe, ummehr als positiv nach vorn zu blicken.“ Städtische Fördermittel Wie das Trio von Parto benötigen fast alle Gründungs- willigen externe Finanzmittel, um Ideen zu realisieren und ihr Produkt amMarkt zu platzieren. Laut dem ak- tuellen Hamburg Startup Monitor greift mehr als die Hälfte der Gründenden in Hamburg (56 Prozent) auf staatliche Fördermittel zurück (Bundesdurchschnitt: 49 Prozent). Für technologieorientierte Gründende in Hamburg sind dabei meist die Förderbank der Stadt Hamburg IFB ( www.ifbhh.de ) und ihre Tochter IFB Innovationsstarter ( www.innovationsstarter.com ) die erstenAnsprechpartner. Diese bieten gleich eine ganze Reihe von Förderprogrammen und Zuschüssen. Das Programm Inno- Founder etwa unterstützt Start-ups in der Vorgründungs- und Grün- dungsphase mit einem pauschalen, personenbezogenen Zuschuss von F reizeit-, Bekleidungs-, Hygiene- und Essensgel- der, Verwahrgelder für die Betreuten: Einrich- tungen der Alten- oder Jugendhilfe müssen häufig mit großen Mengen Bargeld umgehen. Das bindet Personal und Ressourcen, birgt Fehlerpoten- zial und sorgt für viel Bürokratie. Doch dem Problem lässt sich abhelfen, dachten Jes Hennig, Christoph Roling und Thomas Heuck: Im Herbst 2023 grün- deten sie ihr Fintech Parto – und entwickelten eine „digitale All-in-one-Zahlungslösung für Sozial- und Pflegeeinrichtungen“. Diese soll Personal entlasten, Menschen in Betreuung finanzielle Unabhängigkeit und Teilhabe ermöglichen sowie Kosten senken. ImFrühjahr 2024 bewarben sie sich umeine För- derung der Investitions- und Förderbank Hamburg (IFB), mit der sie bereits zuvor gute Erfahrungen ge- macht hatten. Schon wenige Tage nach dem Pitch erhielten sie eine Zusage für das InnoFinTech-Pro- gramm, das Start-ups der Finanz- und Versiche- rungsbranche (FinTech und Insur- Tech) in den Anfangsjahren mit bis zu 200 000 Euro fördert. „Der Bewerbungsprozess ist nicht allzu aufwendig und lohnt sich aufgrund der tollen Förderung alle- mal. Positiv ist auch, dass die Bewer- bung dazu animiert, sich verschie- deneAspekte derGeschäftsideenoch einmal vor Augen zu führen“, sagt Co- Founder undCPOChristophRoling. HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 44 FOTOS: SANDRA GÄTKE/ IFB HH, PARTO
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