April 2018
HAMBURGER WIRTSCHAFT 04 / 18 STANDORT 32 FOTO: DANIEL BOCKWOLDT/DPA In der Luftgütepartnerschaft leisteten Stadt und Wirtschaft schon vor den ersten offiziellen Fahrverboten ihren Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität. Gemeinsam gegen dicke Luft F reie Fahrt für Diesel-Fahrverbote – so hat das Bundesver- fassungsgericht in Leizpzig entschieden. Und Hamburg gibt Gas: Laut des beschlossenen Luftreinhalteplans sol- len auf der Stresemannstraße und der Max-Brauer-Allee in stark frequentierten Streckenabschnitten zukünftig nur noch Benzin- fahrzeuge beziehungsweise moderne Euro-6-Diesel fahren. Die Durchfahrtsbeschränkung in der Stresemannstraße soll sogar ausschließlich für Diesel-Lkw gelten. Das bedeutet nicht nur für die ansässigen Unternehmen erhebliche Einschränkungen im Tagesgeschäft; auch der Durchgangsverkehr muss sich rüsten. „Die Durchfahrtsbeschränkungen sind nicht überraschend und haben sich bereits abgezeichnet. Hier müssen jetzt alle Ver- kehrsteilnehmer aktiv werden, denn auch über die Stadtgrenzen hinaus müssen wir uns zukünftig auf Ein- und Durchfahrtsbe- schränkungen einstellen“, erklärt der Logistikdienstleister Dirk Asmus, Vorsitzender des Verkehrsausschusses der Handelskam- mer. Viele Unternehmen haben sich weit vor dem Leipziger Ur- teil mit Mobilitätskonzepten beschäftigt. Nicht zuletzt, weil diese auch wirtschaftlich interessant sind. Das zeigen die Erfah- rungen der in 2012 gegründeten Partnerschaft für Luftgüte und schadstoffarme Mobilität, kurz Luftgütepartnerschaft. Zahlrei- che Unternehmer haben verstanden, dass die Mobilitätskosten durchaus steuerbar sind und sich in der Jahresbilanz nieder- schlagen. Mit gezielten, in der Praxis erprobten Maßnahmen arbeiten sie daran, ihren Fuhrpark, ihre Geschäftsreisen und die Mobili- tät ihrer Mitarbeiter so emissionsarm wie möglich zu gestalten. Die Luftgütepartnerschaft unterstützt sie mit Beratungsangebo- Wichtiges für die Stadt und die Metropolregion STANDORT
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