März 2018
HAMBURGER WIRTSCHAFT 03 / 18 BÜCHER 46 BÜCHER Ratgeber Digitales Denken Alle sprechen darüber, aber wie genau sieht eine erfolgreiche Digitali- sierung aus? Mit ihrem Ratgeber wollen die Digitalisierungsexperten Sebastian Purps-Pardigol und Henrik Kehren Führungskräften unter die Arme greifen. Tipps à la „Den Autopiloten ausschalten“ oder „Kreieren Sie erreichbare Ziele“ werden anhand von Unternehmens- und Praxisbeispielen (darunter auch die Otto Group und der Ham- burger Hafen) dargelegt. Quintessenz: Für den technischen Wandel müssen nicht nur Unternehmensstrukturen neu angepasst, sondern auch die psychologischen Hintergründe einkalkuliert werden, um Mitar- beiter erfolgreich mitzuziehen. Neben einem Vorwort von Ex-Nationalspieler und Start-up- Investor Philipp Lahm (da:nova und Fanmiles) gibt es – passend zum Thema – die eBook- Version inklusive. Sebastian Purps-Pardigol und Henrik Kehren: „Digitalisieren mit Hirn“; Campus Verlag; 2018; 249 Seiten; 34 Euro Analyse Maritimer Wandel Eine ernüchternde Bilanz: Ein Drittel der deutschen Schiffe ist ins Ausland verkauft oder abgewrackt wor- den. Das Buch „Schifffahrt im 21. Jahrhun- dert“ erklärt, wie sich Deutschland den strukturellen Herausforderungen stellen muss. Als Kapitänssohn fährt Autor Karsten Kunibert Krüger-Kopiske, seit 2011 für die Hamburger Peter-Döhle-Gruppe tätig, in sicherem Fahrwasser und manövriert den Leser durch eine Diskussion über den mari- timen Wandel. Anstatt sich nur mit den Folgen der Veränderung aufzuhalten, zeigt er auch Lösungsansätze auf. Die wissens- reiche Sammlung ergänzt er durch Daten- material der letzten 20 Jahre – inklusive Illustrationen von Containerschiffstypen, Tabellen zu Besatzungskonzepten und Statistiken über unterschiedliche Schiff- fahrtsstandorte. Karsten Kunibert Krüger-Kopiske: „Schiff- fahrt im 21. Jahrhundert“; Koehler Verlag; 2017; 256 Seiten; 19,95 Euro Fotosammlung Hamburg, 1939 – 1949 Da es immer weniger Zeitzeugen gibt, ist dieser opulente Bildband wichtiger denn je. Er beginnt 1939, als Hamburg durch die im Vorjahr vollzogene Eingliederung von Altona, Wandsbek und Wilhelmsburg mit 1,7 Millionen Einwohnern schon fast so groß war wie heute. Zentrales Ereignis sind die als „Operation Gomorrha“ bekannten alliierten Bombenangriffe im Juli 1943. Rund 250 Aufnahmen von sieben Profifotografen do- kumentieren die nationalsozialistische Vor- geschichte und traumatische Nachgeschich- te. Im letzten Kapitel steckt Hoffnung: Hamburg ersteht aus Ruinen wieder auf. Auf den Hungerwinter 1947 folgt der Frühling, 1948 beginnt mit Währungsreform und Mar- shallplan der Aufbau. Straßenhändler sprin- gen für fehlende Läden ein, Fabriken aus der Rüstungsindustrie produzieren Haushaltswa- ren, Bücherkarren bieten geistige Nahrung. Jan Zimmermann (Hrsg.): „Hamburg. Krieg und Nachkrieg“; Junius; 2017; 288 Seiten; 49,90 Euro Reiseführer Stadt- Spaziergang Sag mir, wo du wohnst – und ich sage dir, was du noch alles lernen kannst… Egal ob Eims- büttel oder Veddel, Wandsbek oder Blankenese: Als Hambur- ger fühlt man sich in der Regel dem Viertel am nächsten, in dem man lebt. Das muss aber selbst nach vielen Jahren nicht heißen, dass man jeden Winkel und jede Straße schon kennt. Der Reiseführer „Hamburg: 20 Stadtteil-Spaziergänge“ schafft Nähe zu Schätzen und Ge- schichten der Hansestadt, die selbst alteingesessene Bewoh- ner überraschen dürften. So steht der Bummel durch Har- burg unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“ und führt vom Rathaus zum Binnenhafen, wo sich Industriezeitalter und High- tech-Branche begegnen. Neben architektonischen Perlen gibt es dort versteckte Sehenswürdig- keiten zu entdecken, wie etwa das versenkte Mahnmal. Alle Routen sind als eigenständige Touren angelegt und können in etwa zwei Stunden zu Fuß abgelaufen werden. Stattreisen Hamburg e.V.: „Hamburg: 20 Stadtteil-Spa- ziergänge“; Junius Verlag; ab 1. April; 396 Seiten; 19,90 Euro
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