FEBRUAR/MÄRZ 2026
Mut zur Vision Auf der Jahresabschlussveranstaltung der VEEK entwarf Handels- kammer-Präses Prof. Norbert Aust ein Zukunftsbild für Hamburg 2040. Fachkräfte Rund 173 000 Fachkräfte könn- ten 2040 in Ham- burg fehlen: so das aktuelle Update zur Fachkräfte- strategie der Han- delskammer. Eine konsequente Aus- nutzung von Auto- matisierungspo- tenzialen könnte die Lücke aber um fast 60 Prozent reduzieren. www. handelskammer- hamburg.de/ strategie-update Durch- starten Wachstums- und Digitalisierungs- strategien für klei- ne und mittlere Unternehmen: Das Netzwerk- event „Boost your Business“ am 17. März bietet persönliche Be- ratung und Infos zu Themen wie Businessplanung, Social Media, KI , Cybersecurity oder Vertrieb auf fünf Bühnen. www. handelskammer- hamburg.de/ byb-26 Saubere Stadt „Hamburg räumt auf“ ist Deutsch- lands größte städ- tische Aufräum- initiative, sie exis- tiert schon seit einem Vierteljahr- hundert. Die Stadtreinigung als Veranstalterin hofft bei der zehntägigen Aktion vom 20. Februar bis 1. März auf 100000 Teilnehmende. Interessierte Firmen können durchs Stiften von Preisen als Spon- soren auftreten: www.hamburg- raeumt-auf.de/ unterstützen Bis auf den letzten Platz besetzt: Für die traditionelle VEEK-Jahresabschlussveranstaltung im Börsensaal der Handelskammer waren 1200 Gäste geladen. In seiner Rede forderte Kammerpräses Prof. Norbert Aust eine Neuausrichtung der Politik. gen: Donald Trump hat uns ein Angebot gemacht, das wir nicht ablehnen konnten“, fügte Aust sarkastisch hinzu – und forderte mehr Unabhängigkeit in puncto Sicherheit sowie neue Freihandelsabkommen. Als kontraproduktiv bewertete er den „Klimaent- scheid“, der Hamburg zur Klimaneutralität bis 2040 verpflichtet: Starre Jahreszielvorgaben oder neue Be- richtspflichtenwürden viele Betriebe bei der Transfor- mation eher verunsichern und bremsen. Bei Volksent- scheiden mit weitreichenden Folgen seien höhere Zu- stimmungsquoten nötig – und der Senat solle die wirt- schaftlichenAuswirkungenvoraboffenlegenkönnen. Auch die wachsende Regulierungsdichte gefährde Investitionen und Zukunftsfähigkeit: „Der Staat leistet zu wenig dort, wo er muss – und zu viel dort, wo er nicht soll. Geben wir den Unternehmen den Raum zu- rück, den sie zum Atmen brauchen“, appellierte Aust an die Politik. Die Bundesregierung verharre „im Ta- gesgeschäft, imReagierenstatt imGestalten“,monierte er. DochdieUmsetzung einerVisionbraucheMut. Sein Schlussappell analle: „Seienwir zuversichtlich! Zeigen wirdiesenMut! LassenSieunsdieseChance ergreifen! UndHamburg 2040 gemeinsamschaffen!“ (pj) Videound alleReden: www.hw-mag.de/veek-25 E ine sichere, freie undweltoffeneMetropole, eine Innovationshauptstadt mit vollautomatisierten Hafenterminals: Mit dieser Vision eröffnete Prof. Norbert Aust am 31. Dezember seine Rede vor der Versammlung Ehrbarer Kaufleute (VEEK). „Dieses Hamburg ist kein Traum. Es ist das Ziel, das wir uns in unserer Standortstrategie ,Hamburg 2040‘ gemein- sam gesetzt haben“, erklärte Aust. Mit Nachdruck warb er dabei für eine Bewerbung um die Olympi- schen und Paralympischen Spiele 2040. „Ich kenne kein anderes Projekt, das beinahe allen Handlungsfel- dern unserer Zukunftsstrategie einen so großen Schub geben kann.“ Infrastruktur, Außenwirkung, In- vestitionen, Tourismus und Fachkräftegewinnung: „All das würde durch Olympia verdichtet und voran- getrieben. Eine Ausrichtung bündelt Hamburgs Kräfte, schärft Prioritätenund erzeugt Tempo.“ Angesichts derWeltlage gelte es zudem, die Sicher- heit stärker in den Fokus zu rücken. Die wachsende si- cherheitspolitische Abhängigkeit Europas koste aller- dings Wohlstand und habe etwa die EU-Position bei den Zollverhandlungen mit den USA geschwächt. Die „Financial Times“ habe die Vereinbarungen mit einer „Schutzgeldzahlung“ verglichen. „Man könnte also sa- HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 8 FOTO: KATI JURISCHKA MELDUNGEN AUS HAMBURG
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