FEBRUAR/MÄRZ 2026
Verborgene Potenziale aktivieren Programme wie die Einstiegsqualifizierung und das Feststellungsverfahren sichern Fachkräfte, die erst auf den zweiten Blick ihre Stärken offenbaren. Jan Matthiesen (re.), Inhaber des Restaurants „Hansekai“, zusammen mit Koch-Azubi Leon Scheller bei einer Besprechung. Kammern liegt. „Einem jungenTalent eine Chance zu geben, das auf dem Papier erst einmal kein Top- Kandidat zu sein scheint, schafft eine unglaubliche Loyalität“, sagt FinMohaupt, Leiter des Handelskam- mer-Teams „Schule und Wirtschaft“. „Wer einen Menschen in der direkten Interaktion kennenlernt, erfährt, woher dessen Probleme kommen und wel- che Fähigkeiten in ihmstecken.“ Für den Verein „Ausbildungsförderung der Hamburger Wirtschaft“ berät Mohaupt mit seinem Team Menschen unter 25 Jahren, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Denn eine Ein- N icht alle bringen beste Voraussetzungen mit, um erfolgreich ins Berufsleben zu starten oder sich neu in den Arbeitsmarkt zu inte- grieren. Manche haben schlechte Noten oder Brüche im Lebenslauf, andere besitzen zwar Praxiserfah- rung, aber keine offiziellen Abschlüsse. Doch viele dieser Menschen bieten ein enormes verborgenes Potenzial. Um es zu aktivieren, führt die Handelskammer eine Reihe von Programmen durch. Zum Beispiel die Einstiegsqualifizierung, kurz EQ – ein Angebot der Bundesagentur für Arbeit, das im Aufgabenfeld der HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 46 TALENTE ERKENNEN
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjI2ODAz