FEBRUAR/MÄRZ 2026
↑ KAI ROTHERMUND Die Leidenschaft für Schiffe hat sich Kai Rothermund bewahrt, auch wenn er nicht mehr auf einer Werft wie vormals Pella Sietas arbeitet. Deshalb ist er Vorsitzender im Prüfungsausschuss für Schiffbau. „Uns liegt das sehr am Herzen, denn wenn wir es nicht mehr machen, wird es vorbei sein“, sagt der 41-Jährige, der seit Juni 2023 Leiter Schweißlabor bei DINSE in Norderstedt ist. Für Rothermund hat sich damit ein Kreis geschlossen. „Ich habe seit meiner Lehrzeit mit deren Werkzeugen gearbeitet und war immer ein großer Fan“, gesteht der Experte, der auch für Schweißtechnik-Prüfungen zuständig ist. Warum er es macht? „Ich bekomme so einen guten Einblick und kann durch wertvolle Kontakte das Branchennetzwerk vergrößern.“ ← JUTTA RENFORDT Ursprünglich hat sie Medizin studiert, doch dann wech- selte Jutta Renfordt zur Informatik. An der Beruflichen Schule ITECH Elbinsel Wilhelmsburg unterrichtet die 62-Jährige Software- und Anwendungsentwicklung. „Es macht mir großen Spaß, mit jungen Menschen zu tun zu haben“, sagt sie. „Mein Engagement als Prüferin ist zudem eine gute Möglichkeit mitzubekommen, was in den Betrieben passiert und welche Schwerpunkte es dort gibt.“ Ans Aufhören denkt sie nicht: „Ich werde bis zum Ende meiner beruflichen Laufbahn tätig bleiben.“ Die Diplom-Informatikerin freut es immer wieder aufs Neue, ihre Schützlinge zum Erfolg zu führen: „Es ist einer der schönsten Momente, wenn die Abschlussprüfung bestanden wurde.“ TOBIAS GIESE Über das Fernsehen und die Markthalle ist Tobias Giese im Sommer 2017 zur Elbphilharmonie gekommen. Dort ist er Ausbilder für die Fachkräfte für Veranstaltungstechnik. „Ich möchte weitergeben, was ich selbst gelernt habe“, sagt der 41-Jährige. „So können wir junge Leute entwickeln, damit Fachkräfte nachkommen.“ Beleuchtung, Ton, Video und Bühnentechnik sind sein meisterlicher Beritt. Prüfer zu werden, war für Giese stets eine klare Sache. „Ich habe nach einem Ehrenamt gesucht, weil ich etwas Sinnvolles tun will. Ich möchte mich einbringen und mache es mit Lust.“ Die Elbphilharmonie als Arbeits- platz reizt ihn mehr denn je. „Es ist definitiv ein besonderes Haus. Phänomenal, was Wände und Struktur mit den Schallwellen machen.“ → ← JENS ENGEL Nur wenige Menschen haben so viele Berufe ausgeübt wie Jens Engel. Der 40-Jährige war als Koch tätig, arbeitete dann kaufmännisch in einer Spedition. Inzwischen ist er Fachinformatiker für Systemintegration bei der Polizei Hamburg im Sachgebiet „Applikation Services“. „Aus- und Fortbildung haben mich mein ganzes Leben begleitet“, sagt Engel. Er möchte nun Wissen weitergeben, aber auch selbst dazulernen. „Als Prüfer erfahre ich von Projekten, die ich selbst noch nicht kannte. Ich will so lange wie möglich dabeibleiben. Mir bereitet es sehr viel Spaß.“ Und erstmals hat die Polizei einen eigenen IT-Auszubildenden, den er anleitet. Für Engel ein sinnvolles Pilotprojekt: „So können wir dem Fachkräftemangel begegnen.“ 39 EHREN AMT
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