FEBRUAR/MÄRZ 2026
Initiativ werden Junge Menschen für die duale Aus- bildung begeis- tern: Das ist das Ziel der im März 2023 gestarteten bundesweiten IHK-Ausbildungs- kampagne Jetzt #könnenlernen. Dabei teilen Azu- bis ihre Erfahrun- gen am Ausbil- dungsort über soziale Medien – und bewerben damit auch ihr Unternehmen. www. handelskammer- hamburg.de/ azubi-kampagne TORSTEN MEISE hen, insbesondere an Gymnasien, um zu zeigen: „Die duale Ausbildung bietet exzellente Perspektiven und ist eine echte Alternative zumStudium.“ Dennparallel zu den Azubi-Zahlen steigt die Zahl der Studierenden inHamburg weiter an und erreichte imWintersemes- ter 2024/2025 einen Rekordwert vonmehr als 121 000. Zugleich gibt es hier aber auchhohe Abbruchzahlen. Der Einstieg in eine Karriere würde für viele aus dieser Gruppe vermutlich besser über eine Ausbil- dung gelingen. Für leistungsstarke Auszubildende mit (Fach-)Abitur bietet sich zum Beispiel auch die Verknüpfung der dualen Ausbildung mit einem Ba- chelorstudiuman der BHH an (siehe Seite 42). Qualifikation verbessern Trotz eines ersten regionalen Lichtblickes am Hori- zont wird sich Hamburg nicht von den bundesweiten Trends entkoppeln können. Viele Betriebe in ganz Deutschland leiden nach wie vor unter Bewerber- mangel, so das Ergebnis der letzten Online-Unter- nehmensbefragung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Zwar gab es in den vergan- genen Jahren einen leichten Rückgang, fehlende Be- werbungen bleiben aber nach dem Mangel an ge- eigneten Fach- und Nachwuchskräften das zweithäu- figste Besetzungsproblem. Im Jahr 2040 könnten in Hamburg insgesamt rund 173 000 Fachkräfte fehlen, so das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI). Und das aktuelle Konjunkturbarometer der Kammer ermittelte, dass immer noch 41,4 Prozent der teilnehmenden Unter- nehmendenFachkräftemangel als eines ihrer größten Geschäftsrisiken sehen – auchwenn die Sorge, Stellen nicht besetzen zu können, in den letzten Quartalen zurückgegangen ist. Umso dringender erscheint es, die Ausbildung zu stärkenund zu forcieren. Grundsätzliche Fragen der Schulbildung müs- sen dabei ebenso mitbedacht werden wie die bessere und unbürokratische Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in die Ausbildung. Die Kammer hat hierzu 2025 ein Positionspapier vorge- legt – etwa mit den Forderungen, die duale Ausbil- dung stärker zu bewerben, internationale Auszubil- dende dauerhaft in Hamburg zu halten oder das Blei- berecht für gut integrierte Zugewanderte zu erleich- tern (siehe auch Seite 44). BETRIEBLICHE AUSBILDUNG arbeiten mit elbblick. Der Coworking Space in Hamburg für Freelancer, Teams, Startups & Visionäre. Verbinde Fokus mit Genuss in einer Atmosphäre, die inspiriert. High-Speed-Wifi Specialty Coffee unverbauter Elbblick Überseeallee 10, HafenCity Mo-Fr 9-18 Uhr
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