FEBRUAR/MÄRZ 2026
In Summe dominieren negative Einschätzungen der eigenen Geschäftslage und -aussichten: Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage der Handelskammer. Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Malte Heyne im Gespräch mit Goldmedaillen-Gewinnerin Edina Müller. Gedämpfte Aussichten Klimaneutralität im Fokus Olympia als Chance Nur leichte Aufhellung in der Hamburger Wirtschaft Die Green Connect 2026 gab KMU Gelegenheit zum Netzwerken. Podcast zu Sport und Integration D ie Konjunkturumfrage der Han- delskammer vom Ende des vierten Quartals 2025 zeigt einige Lichtbli- cke: So rechnen 32,2 Prozent der exportie- renden Firmen mit höheren, nur 6,5 Pro- zent mit geringeren Ausfuhren, und der Geschäftsklimaindikator stieg von 84,4 auf 88,5 Punkte. Im Saldo werden die Aussich- ten für 2026 aber weiterhin negativ eingeschätzt: Nur 14,6 Pro- zent der antwortenden Unternehmen rechnen mit einer besse- ren, ein Drittel dagegen mit einer schlechteren Geschäftslage, insbesondere Verkehrs- und Einzelhandelsbetriebe. Die Investi- tionsbereitschaft ist verhalten, und fast ein Viertel der Firmen plant, Personal abzubauen. Ganze 68,2 Prozent der Betriebe – der höchste Wert seit 15 Jahren – sehen ungünstige wirtschafts- politische Rahmenbedingungen als eines ihrer größten Ge- schäftsrisiken. Weitere häufig genannte Risiken: schwache In- landsnachfrage, hohe Arbeitskosten. Die Sorge, keine Fachkräfte zu finden, ging weiter zurück. Detaillierte Umfrageergebnisse: www.handelskammer-hamburg.de/konjunktur R und 1000 Gäste besuchten die „Green Connect Hamburg 2026“ Ende Januar. Die ganztägige Veranstaltung mit zahlreichen Vorträgen und Kurzimpulsen unter anderem von Dr. Eckart von Hirschhausen brachte erneut kleine und mit- telständische Unternehmen, Dienstleister und Fachleute in den Börsensälen der Handelskammer zusammen, um praxis- nahe Lösungen für eine klimafreundliche Transformation zu erläutern. 50 Aussteller präsentierten neueste Technologien, smarte Produkte und erprobte Strategien, die dabei unter- stützen können, Ham- burg und seine Wirt- schaft in Sachen Klima- neutralität möglichst weit voranzubringen. Themenfelder waren etwa energieeffiziente Systeme und Gebäude- konzepte, Digitalisie- rung, KI-Lösungen, Fi- nanzierung und Unter- nehmenssicherung. W ie kann eine Olympia-Bewerbung dazu beitragen, Ham- burg zur Sportmetropole der Zukunft zu machen? Im „Hamburg 2040“-Podcast mit Kammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Malte Heyne teilte EdinaMüller ihre Einschätzungen – und betonte die Rolle der Paralympics als „wahnsinniger Katalysa- tor für Inklusion, für das Miteinander in der Stadt“, bei denen Menschenmit Behinderung „als Leistungsträger sichtbar wer- den“. Die querschnittgelähmte Rollstuhlbasketballerin und Parakanutin holte bei den Paralympics je zweimal Gold und Silber sowie einmal Bronze. www.linktr.ee/hamburg2040 Keynote-Redner von Hirschhausen als Sel e-Fotograf, unter anderem mit Präses Aust und Malte Heyne. HAMBURGER-WIRTSCHAFT.DE 10 MELDUNGEN AUS HAMBURG FOTOS: ULRICH PERREY, ISADORA TAST; GRAFIK: HK HAMBURG; ILLUSTRATION: STADT HAMBURG
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjI2ODAz