Februar / März 2020

FOTO: ISTOCK.COM/EXPERIENCEINTERIORS; ICONS: ISTOCK.COM/PEACEFULLY7 größeren Teams: Dank Gruppenchat können sich alle jederzeit einbringen, und die Beiträge lassen sich übersichtlich in Kanälen organisieren – etwa nach Themen oder Projekten. Das überzeugt schon zahl- reiche Unternehmen: „Für Übergaben zwischen Gruppen, die über Zeitzonen hinweg arbeiten, sind diese Tools ein Gewinn“, sagt Nils Löwe, Geschäfts- führer der Software-Entwickler Lionizers. „Wir nut- zen Slack gerne für Teams, um dort Neuigkeiten und Updates zu Projekten zu teilen. Das Nachlesen von Absprachen ist hier ebenfalls sehr wertvoll.“ FürDr. StefanLink, Chief ObstacleOfficer des Be- ratungsunternehmens Scalamento, besticht Slack durch seine Anwenderfreundlichkeit. „Es ist spontan: Wir richten morgens einen Kanal ein und schließen den abends wieder, weil das Problem gelöst ist.“ Und AntTrail-Berater Keil setzt bei Projekten aufMicrosoft Teams: „Es ermöglichst, agil und professionell an un- terschiedlichenOrtenmiteinander zuarbeiten.“ Dienste für Videokonferenzen „Leutemüssen sich sehen, wennman gemein- sam etwas erschaffen möchte“, sagt Wille – ein Grund, weshalb Videokonferenzen über Dienste wie Skype, Google Hangouts oder Zoom immer verbreite- ter werden. Auch bei der Mitarbeiterführung kom- men sie häufig zum Einsatz: „Heutzutage müssen Führungskräfte ihre Mitarbeiter emotional errei- chen, Top-down-Kommunikation funktioniert nicht mehr“, sagt Link – und bewegte Bilder können bei der Vermittlung von Zielen und Werten sehr wirksam sein. Selbst erstellte Videoclips lassen sich dafür ebenfalls einsetzen: „Videos kann im Prinzip jeder mit seinem Smartphone machen, es ist eine einfa- che Technik“, so der promovierte Informatiker, „ge- rade für die Kommunikation innerhalb von Unter- nehmen sind keine hohen technischen Ansprüche nötig.“ Eines sei jedoch sehr wichtig: „Die Videos müssen authentisch sein.“ BÜRO TECHNIK CLEMENS GERLACH redaktion@hamburger-wirtschaft.de Whiteboards für kreativen Austausch Mit Bildern kommunizieren: Das funktio- niert auchmit Diensten wie Miro oder Mural. Auf de- ren Online-Whiteboards können mehrere Personen an jedemOrt gleichzeitig Skizzen erstellen oder auch Notizen hinterlassen – praktisch, wenn ein Projekt- team über mehrere Standorte verteilt ist. Oft lassen sich neue Ideen mit ein paar Zeichenstrichen besser erklären als mit reinen Texten. E-Mails für die Außenkommunikation E-Mails (siehe auch „Pro & Kontra“ auf Seite 54) sind nach wie vor unverzichtbar, vor allem im Austausch mit Geschäftspartnern und Kunden. AntTrail-Digitalexperte Keil sieht zudem den gro- ßen Vorteil, dass sie archivier- und durchsuchbar sind. Und bei Scalamento werden laut Stefan Link E-Mails auch „für juristische Sachverhalte“ genutzt, „die nicht in der Spontaneität untergehen dürfen“. Dabei entwickelt sich die Technik immer noch weiter: „Unser aktueller Favorit bei den E-Mail- Clients ist Spark“, so beBOLD-Geschäftsführer Schoor, „es bietet nicht nur zahlreiche Integratio- nen in Tools wie Google Drive, sondern ermöglicht auch, dass ein Team gemeinsam an Mail-Entwür- fen schreiben und diese kommentieren kann.“ Klassiker reloaded: das Telefon Es mag wie ein Anachronismus wirken – aber viele Aufgaben lassen sich immer noch am effektivs- ten per Anruf erledigen. „Wenn ich etwas dringend klären muss, dann ist für mich direkt nach dem per- sönlichen Treffen ein Telefonat noch immer das beste Tool“, sagt Lionizers-Berater Löwe. Statt auf klassische Telefongeräte setzen inzwischen etliche Betriebe auf Dienste wie Skype for Business – telefo- niert wird amPC per Headset. Die TÜV NORD Akademie – Ihr Weiterbildungsspezialist in Hamburg

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